Fleet-Boston-Chef
Chad Gifford: Der treue Sanierer

Fleet-Boston-Chef Chad Gifford rückt nach der Übernahme durch die Bank of America an die Spitze des Verwaltungsrates des neuen Bankriesen Bank of America.

HB FRANKFURT/M. Chad Gifford ist ein Mann, der seinem Arbeitgeber die Treue hält. 33 Jahre arbeitete der 60-Jährige mit den buschigen Augenbrauen und dem dünnen grauen Haar für die Bank Boston, ein Traditionshaus, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1784 zurück reichen.

1999 fusionierte die Bank mit Fleet Financial. Auf den Chefsessel rückte zunächst Fleet-Chef Terrence Murray. Auch wenn sich viele Skeptiker fragten, ob Murray jemals wie vereinbart nach zwei Jahren zurücktreten würde, war das für Gifford kein Grund, seinen Job zu wechseln. Er wartete und behielt Recht. Ende 2001 räumte Murray seinen Posten. Gifford ist seither damit beschäftigt, die in schwieriges Fahrwasser geratene Traditionsbank wieder auf Kurs zu bringen.

Seine Hauptaufgabe sah Gifford in der Wiederbelebung des lange vernachlässigten Privatkundengeschäfts. Diese Anstrengungen hatten durchaus Erfolg, doch Quartal für Quartal machten ihm andere Geschäftsbereiche einen Strich durch die Rechnung. Allein durch das Engagement in Argentinien entstanden Milliardenbelastungen, dazu kamen Großpleiten wie Enron und United Airlines. Schon seit geraumer Zeit wurde daher die siebtgrößte US-Bank als Übernahmeziel gehandelt. Gifford bestand allerdings lange darauf, dass Fleet Boston seinen Weg alleine gehen werde. Nach der Übernahme durch die Bank of America soll er jetzt Chairman des neuen Instituts werden.

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