Florentino Pérez hat sich bei Real Madrid verzettelt
Ein Bauunternehmer und seine Kicker

Seine Zukunft an der Spitze von Real Madrid ist gleichwohl unsicher. Die vielen Titel, die der Club in den ersten zwei Jahren seiner Präsidentschaft holte, geraten immer mehr in Vergessenheit. Und Niederlagen schaden dem Image. Das weiß keiner besser als Pérez. Er investierte 220 Millionen Euro in die Mannschaft und kaufte Stars wie Luis Figo, Zinédine Zidane, Ronaldo und David Beckham. Sie verpflichteten sich, rund die Hälfte ihrer Werbeeinnahmen an den Club abzuführen. „Finanziell ist diese Rechnung aufgegangen“, sagt María Jesús Grande, Finanzexpertin bei der spanischen Businessschule Iese. Aber sie zweifelt, ob die Strategie langfristig funktioniert: „Letztendlich hängt der Wert des Clubs doch von seinen Leistungen ab und nicht vom Bekanntheitsgrad der Spieler.“

Wer sein Konzept nicht stützt, wird schon mal abserviert. „Fotoaufnahme- und Pressetermine scheinen den Spielern wichtiger zu sein als mein Training“, kritisierte etwa José Antonio Camacho, den Pérez erst im Sommer als Trainer verpflichtet hatte und der den Verein schon wieder verlassen hat.

Viele Feinde schaffte sich Pérez, der gebürtige Madrider und gelernte Straßenbauingenieur, im vergangenen Jahr, als er den beliebten und erfolgreichen Trainer Vicente del Bosque feuerte. Man brauche bei Real Madrid „medienwirksamere Persönlichkeiten“, argumentierte der Präsident.

Inzwischen hat er einen Kaufstopp für Superstars angekündigt. Aber ganz ohne Superlative kann Pérez nicht leben. So will er das Santiago-Bernabéu-Stadion in Madrid für 30 Millionen Euro herausputzen: „Es soll die modernste Fußball-Arena der Welt werden.“

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