Florentino Pérez hat sich bei Real Madrid verzettelt
Ein Bauunternehmer und seine Kicker

Das heutige Champions-League-Spiel gegen Bayer Leverkusen dürfte für den Präsidenten von Real Madrid, Florentino Pérez, zum Spießrutenlauf werden. Seit 18 Monaten hat der spanische Traditionsverein keinen Titel mehr gewonnen. Und am Samstag verlor der Club auch noch gegen den Erzrivalen FC Barcelona mit 0:3.

MADRID. So gerät das Ziel des 57-jährigen Bauunternehmers in Gefahr, aus Real Madrid die erfolgreichste Sportmarke der Welt zu machen. Und das, obwohl Pérez in seiner vierjährigen Amtszeit jede Menge Superstars nach Madrid geholt hat.

Bislang hat sich Pérez aus solch kritischen Situationen immer retten können. Denn der nur 1,70 Meter große Präsident gilt als Fuchs im Baugeschäft und blendender Verkäufer. Vor vier Jahren gelang es dem Chef von Spaniens größtem Baukonzern ACS/Dragados, den Traditionsclub vor dem finanziellen Aus zu retten – vor allem dank seiner guten Verbindungen zur lokalen Politik.

Pérez schaffte es in Windeseile, die Trainingsanlage in Madrid für rund eine halbe Milliarde Euro an die Stadt zu verkaufen und so einen Gewinn von 350 Millionen Euro zu machen. Damit konnte er einen großen Teil der Vereinsschulden tilgen. Doch manch einer hat Zweifel, ob das Geschäft korrekt war. Jetzt drohen ihm Untersuchungsverfahren. Trotzdem wählten ihn die 65 000 Vereinsmitglieder in diesem Sommer auch mangels Alternativen für weitere vier Jahre zum Präsidenten.

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