Flurförderfahrzeuge
Jungheinrich-Chef geht überraschend

Der Vorstandschef des Gabelstaplerherstellers Jungheinrich scheidet überraschend aus dem Unternehmen aus. Die Jungheinrich-Aktie brach nach der Ankündigung ein und war am Vormittag mit minus sechs Prozent größter Verlierer im Kleinwerteindex S-Dax der Börse.

HB HAMBURG. Cletus von Pichler werde seinen Posten zum Ende des Monats in gegenseitigem Einvernehmen räumen, teilte Jungheinrich am Montag in Hamburg mit. Einen Grund für sein Ausscheiden nannte das Unternehmen nicht. Oftmals stehen hinter der Formel „in gegenseitigem Einvernehmen“ tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten im Management.

Der Aufsichtsrat berief vorübergehend den früheren Vertriebschef Wolfgang Kiel an die Spitze des Unternehmens. Er war bis Mitte der 1990er Jahre Vorstandsmitglied von Jungheinrich und wechselte danach in den Aufsichtsrat. Sein Aufsichtsratsmandat ruht für die Zeit seiner Tätigkeit als Vorstandschef.

Pichler ist seit dem Jahr 2000 Vorstandschef von Jungheinrich. Den traditionsreichen Hamburger Gabelstaplerhersteller hat er seither umstrukturiert und dabei Produktion aus dem Ausland ins Inland verlagert. Für das laufende Geschäftsjahr hatte Pichler seine Prognose bekräftigt, wonach der Umsatz 2006 auf deutlich über 1,75 (Vorjahr: 1,645) Milliarden Euro steigen soll. Allerdings dürfte die Gewinnentwicklung nicht mit dem Umsatzwachstum Schritt halten. Investitionen in den Ausbau des Vertriebs in Asien und Osteuropa belasten die Rendite.

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