Folgen der Finanzkrise
Regelung bei Managergehältern naht

Im Windschatten der Finanzmarktkrise ist auch eine Eindämmung exzessiver Managergehälter näher gerückt. SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann stellte in Aussicht, dass eine Neuregelung noch dieses Jahr im Koalitionsausschuss vereinbart und nächstes Jahr noch vor der Bundestagswahl unter Dach und Fach gebracht werden könnte.

HB BERLIN. Plötzlich sei Bewegung in die Diskussion gekommen, sagte Oppermann. Die dazu eingesetzte Koalitionsarbeitgruppe solle noch in dieser Woche ihre Diskussion abschließen. Die Vorschläge würden "kritisch geprüft" und anschließend im Koalitionsausschuss beraten. "Wir gehen von einer politischen Einigung noch in diesem Jahr aus", sagte er. Es bestehe die Chance, vor Jahresende im Koalitionsausschuss das weitere Vorgehen im Bundestag zu klären und noch in dieser Legislaturperiode die rechtlichen Grundlagen neu zu regeln.

"Weitgehende Übereinstimmung" herrscht Oppermann zufolge zwischen Union und SPD darin, dass über Grundvergütung und Bonuszahlungen nicht mehr ein Sonderausschuss, sondern der komplette Aufsichtsrat des Unternehmens entscheiden solle. Andere Punkte sind offenbar noch nicht endgültig geklärt.

So plädierte Oppermann dafür, dass Aktienoptionen als Boni erst nach einer Frist von etwa vier Jahren eingelöst werden dürften und dass Bezüge über eine Million Euro für das Unternehmen nicht mehr steuerlich absetzbar sein sollten. Zudem müsse man darüber nachdenken, Managergehälter in Unternehmen, die öffentliche Hilfen in Anspruch nähmen, "irgendwo zu deckeln". Darüber müsse aber im Detail noch gesprochen werden.

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