„Forbes Asia“-Bericht
Krise trifft Indiens Superreiche schwer

Die Finanzkrise hat die 40 reichsten Inder nach Berechnungen des Magazins „Forbes Asia“ seit dem vergangenen Jahr mehr als 200 Mrd. Dollar gekostet. „Forbes Asia“ teilte am Donnerstag vor Erscheinen der neuen Ausgabe in Singapur mit, das Gesamtvermögen der superreichen Inder habe um 60 Prozent auf 139 Mrd. Dollar abgenommen.

HB NEU DELHI/SINGAPUR. Gründe für die Abnahme seien indischen Aktienverluste, der starke Wertverlust der Indischen Rupie im Vergleich zum Dollar und das gedämpfte Wirtschaftswachstum.



„Dies sind schmerzhafte Zeiten für die indischen Tycoons“, schrieb das US-Wirtschaftsmagazin. „Forbes Asia“ berichtete, an der Spitze der indischen Superreichen stehe nun mit 20,8 Mrd. Dollar Mukesh Ambani vom Mischkonzern Reliance Industries. Der Wert seines Vermögens sei dabei um 28,2 Mrd. Dollar geschrumpft.

Mukesh Ambani verdrängte den Stahl- Tycoon Lakshmi Mittal von der Spitze, der noch 20,5 Mrd. Dollar schwer sei. Fallende Stahlpreise und Aktienkurse hätten Mittal 30,5 Mrd. Dollar gekostet. An dritter Stelle liege Mukesh Ambanis entfremdeter Bruder Anil Ambani, der mit Reliance Communications 72 Prozent seines Vermögens eingebüßt habe und noch auf 12,5 Mrd. Dollar komme.

Im vergangenen März hatte das Wirtschaftsmagazin „Forbes“ berechnet, dass Milliardäre aus der aufstrebenden Wirtschaftsmacht Indien die größte Gruppe unter den zehn reichsten Menschen der Welt stellten. Alle vier Asiaten auf den obersten zehn Plätzen der „Forbes“-Milliardärsliste stammten aus dem einst völlig verarmten Entwicklungsland auf dem Subkontinent.

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