Francesco De Meo
De Meo baut die Führungsebene der Helios-Kliniken um

Konzern schafft erstmals den Posten des medizinischen Konzerngeschäftsführers. Zwei Manager der ersten Generation treten ab.

FRANKFURT. Franceso De Meo, 45, seit 2008 Chef des Krankenhauskonzerns Helios, ist es ernst mit der Qualität der medizinischen Versorgung. Das Unternehmen ist nicht nur das erste, das seit 2001 konsequent medizinische Qualitätsberichte für all seine Krankenhäuser veröffentlicht. Ab Januar will De Meo das Thema Medizin, Qualität und Wissenschaft ganz oben in der Konzerngeschäftsführung aufhängen – in Person von Ralf Kuhlen. Der 44-Jährige kam 2007 zum Helios-Konzern, als Chefarzt des Klinikums Berlin-Buch. Vorher war er stellvertretender ärztlicher Leiter am Universitätsklinikum Aachen.

Mit der Berufung Kuhlens erweitert die zum Fresenius-Konzern gehörende Helios-Gruppe ihre Geschäftsführung von fünf auf sechs Mitglieder. Mit Armin Engel, 42, und Karin Gräppi, 41, steigen gleichzeitig zwei Helios-Führungskräfte in das Topmanagement auf.

Auslöser für die Karrieren sind zwei andere Personalien. Zwei langjährige Geschäftsführer des Konzerns treten ab: Finanzchef Peter Küstermann und Uwe Klingel, der als Chief Operating Officer bisher für das Tagesgeschäft zuständig war. Küstermann und Klingel wollen sich eine berufliche Auszeit gönnen, wie sie dem Handelsblatt sagten.

Mit De Meo verbindet beide ein freundschaftliches, berufliches Verhältnis. Das Duo Küstermann/De Meo erreichte, dass Helios sich gegen Rhön-Klinikum durchsetzte und das Klinikum Berlin-Buch kaufen konnte. Klingel ist der Sanierungsexperte im Team.

Neuer Finanzchef ab Januar kommenden Jahres wird der 37-jährige Jörg Reschke, der bislang schon als Geschäftsführer von Helios den Bereich Rechnungswesen, Controlling und IT verantwortet hat. Olaf Jedersberger, 43, der bislang in der Helios-Führungsriege unter anderem für Budget und Rehabilitation zuständig war, wird neuer Chief Operating Officer.

Mit der Neuordnung der Führungsriege ändere der Konzern auch die Zuordnung seiner Regionen, sagte De Meo. So will er in einigen Bereichen eine bessere Verzahnung bei der Versorgung erreichen.

De Meo, der solche Neuorganisationen „lieber konzentriert und nicht in Häppchen“ durchzieht, hat die Zielvorgaben vom börsennotierten Mutterkonzern Fresenius zuletzt übertroffen. Helios erzielte im vergangenen Jahr mit 57 Kliniken einen Umsatz von 2,12 Milliarden Euro.

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