Francesco Trapani
Bulgarie-Chef Trapani, der britische Neapolitaner

Francesco Trapani hat dafür gesorgt, dass Bulgari wächst und wächst. Doch nun macht die Finanzkrise der Luxusmarke zu schaffen. Nun wird es ungemütlich im schönen Mailand.

MAILAND. Mit einem Sektglas in der Hand und einer kaum merklichen Verbeugung begrüßt er die Damen der Mailänder High Society. Vorstandschef Francesco Trapani feiert die Einweihung des neuen Bulgari-Geschäfts auf der Mailänder Luxusstraße Via Montenapoleone. Feine Häppchen werden zwischen Smaragden, Safiren und Diamantekolliers in den 300 Quadratmeter großen, mit hellem Marmor veredelten Räumen gereicht. Wir schreiben den Mai 2006, und die Finanzkrise ist noch weit entfernt.

Die Börse feiert die Erfolge des italienischen Traditionsjuweliers, der sein erstes Geschäft 1894 auf der Via Condotti in Rom eröffnet hat und seit Jahren wächst und wächst. Den Erfolg hat Bulgari vor allem Trapani, dem Großneffen des Gründers, zu verdanken, der 1984 mit nur 27 Jahren den Vorstandsposten übernommen hat.

Er steigt ins Geschäft mit Parfüm, Krawatten und anderen Accessoires ein, und Bulgari eröffnet als eines der ersten Modehäuser Hotels unter dem eigenen Namen. Trapani ist es auch, der das Familienunternehmen 1995 an die Börse bringt und das Schmuckreich weltweit bis auf heute 249 Läden ausdehnt.

Doch inzwischen ist es der gleiche, gnadenlose Aktienmarkt, der Bulgari die Quittung für die Finanzkrise reicht: Mit rund 4,70 Euro ist die Aktie nur noch halb so viel wert wie noch im Sommer des vergangenen Jahres.

Die Lust auf Luxus lässt weltweit nach. Auch vom für die Schmuckhersteller extrem wichtigen Weihnachtsgeschäft erwartet Trapani nichts Gutes: „Wir sehen ein hässliches Weihnachten voraus“, sagte er Ende November und ließ auch für das kommende Jahr wenig Hoffnungen: „2009 wird sehr schwierig werden.“

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