Frank Mattern
Bankenexperte leitet deutsche McKinsey

Deutschlands größte Unternehmensberatung hat einen neuen Chef: Frank Mattern folgt bei McKinsey Anfang 2007 auf Jürgen Kluge. Auf den 44-Jährigen warten einige Herausforderungen.

DÜSSELDORF. Frank Mattern, 44, wird ab Januar 2007 das deutsche Büro von McKinsey leiten. Er löst Jürgen Kluge, 53, ab, der Anfang September seinen Rücktritt erklärt hat und die Beratungsgesellschaft künftig mit neuen Konzepten international voranbringen soll.

Mattern arbeitet seit 16 Jahren bei McKinsey und war zuletzt Direktor im Frankfurter Büro. Nach dem BWL-Studium an der Universität Münster und der London School of Economics machte er seinen MBA an der Wharton School der University of Pennsylvania. 1990 ging er zu McKinsey.

Auf Mattern warten einige Herausforderungen: McKinsey ist mit einem Umsatz von 560 Millionen Euro zwar immer noch mit Abstand die Nummer eins in Deutschland – vor Roland Berger (330 Millionen) und der Boston Consulting Group (265 Millionen). Doch das Wachstum lag im vorigen Jahr nur bei 3,7 Prozent – halb so viel wie der Branchendurchschnitt.

Die Gründe: Zum einen sichern sich kleinere Spezialberatungen immer mehr Marktanteile. Zum anderen wird der Kampf um die Großaufträge für die führenden Beratungen härter. McKinsey hatte zuletzt mehrere wichtige Kunden aus dem Kreis der Banken und Finanzdienstleister an Wettbewerber verloren.

Eine der Aufgaben von Mattern wird es sein, verlorenes Terrain zurückzugewinnen. Dazu passt, dass er als Berater von Beginn an seinen Schwerpunkt auf die Finanzbranche gelegt hat. Zudem betreut er Technologieunternehmen und leitet bei McKinsey das weltweite Business Technology Office, in dem die IT-Beratung gebündelt ist. Mattern ist auch Mitglied im obersten Entscheidungsgremium der Unternehmensberatung.

Sein größter Konkurrent dürfte der neue Deutschland-Chef der Boston Consulting Group (BCG) sein. Denn auch die Nummer drei wechselt zum Jahresbeginn ihren Deutschland-Leiter aus: Christian Veith, 47, löst Dieter Heuskel, 56, ab. Branchenkenner erwarten, dass die deutsche BCG einen aggressiveren Kurs einschlagen wird, wie ihn BCG-Welt-Chef Hans-Paul Bürkner favorisiert.

Eines eint das Duo der Neuen: Ebenso wie Mattern ist auch Veith ein Bankenmann – der Jurist kommt aus der BCG-Praxisgruppe Financial Services.

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