Frans Muller
Metro schickt Cash-&-Carry-Vorstand in die zweite Runde

Der Handelskonzern Metro hat den Anstellungsvertrag mit Vorstandsmitglied Frans Muller um weitere drei Jahre verlängert. Muller ist nicht unumstritten: Metros Cash-&-Carry-Märkte verloren in zahlreichen Ländern Umsatz und Ertrag, neue Konzepte erwiesen sich nicht selten als Fehlschlag.
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DÜSSELDORF. Für Frans Muller, seit August 2006 Mitglied im Vorstand des Handelskonzerns Metro, dürfte das Weihnachtsfest gesichert sein. Wie das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen erfuhr, stellte ihm der Aufsichtsrat jetzt die Verlängerung seines Anstellungsvertrags zu. Allerdings gilt sie nur noch für drei Jahre.

Den 49-jährigen Niederländer hatte das Kontrollgremium mit seiner Unterschrift länger als gewöhnlich warten lassen, schließlich endet Mullers derzeitige Amtsperiode bereits am 31. Juli 2011.

Dies hatte zuletzt für Spekulationen um die berufliche Zukunft des gelernten Kochs gesorgt. Denn nicht immer gab Muller, der unter Mitarbeitern als zögerlich gilt, ein vorteilhaftes Bild ab. Metros Cash-&-Carry-Märkte, die Konzernchef Eckhard Cordes dem Holländer Anfang 2008 anvertraut hatte, verloren in zahlreichen Ländern Umsatz und Ertrag, neue Konzepte erwiesen sich nicht selten als Fehlschlag.

Im April stellte ihm Cordes den Sanierungsexperten Joël Saveuse im Vorstand an die Seite, der seither den weitaus größeren Teil der Metro-Märkte befehligt. Muller blieb allein die Verantwortung für die Abholmärkte in Asien, den ehemaligen GUS-Staaten sowie die Erschließung neuer Länder.

Muller, der vor vier Jahren in Metros Vorstand zunächst auf der mächtigen Position des Einkaufsvorstands gestartet war, bekommt nun allerdings eine weitere Aufgabe hinzu. Im Führungsgremium des Dax-Konzerns soll er sich künftig auch um das Immobiliengeschäft der Düsseldorfer kümmern.

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