Franz Josef Jung Ex-Minister soll Rheinmetall-Aufsichtsrat werden

Franz Jose Jung soll einem Zeitungsbericht zufolge in den Aufsichtsrat von Rheinmetall einziehen. Der frühere Verteidigungsminister wäre nicht der erste prominente Politiker, der für den Rüstungskonzern tätig ist.
Kommentieren
Der frühere Verteidigungsminister soll laut einem Zeitungsbericht in den Aufsichtsrat von Rheinmetall einziehen. Quelle: AP
Franz Josef Jung

Der frühere Verteidigungsminister soll laut einem Zeitungsbericht in den Aufsichtsrat von Rheinmetall einziehen.

(Foto: AP)

BerlinDer frühere Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung soll einem Medienbericht zufolge in den Rheinmetall-Aufsichtsrat einziehen. Der 68-jährige CDU-Politiker, der von 2005 bis 2009 an der Spitze des Verteidigungsministeriums stand und danach kurz Bundesarbeitsminister war, solle auf der Hauptversammlung am 9. Mai in das Kontrollgremium gewählt werden, berichtete „Die Welt“ am Donnerstagabend.

Der Rheinmetall-Konzern mit 5,6 Milliarden Euro Umsatz besitzt zwei nahezu gleich große Säulen aus Automobiltechnik sowie Rüstung. Bei Rheinmetall war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Jung, der auch als Rechtsanwalt und Notar tätig ist, wäre nicht der erste Ex-Minister, der dann für Rheinmetall tätig ist. Seit Anfang 2015 ist der ehemalige Bundesentwicklungsminister und FDP-Politiker Dirk Niebel bei dem Düsseldorfer Unternehmen angestellt.

Das sind die größten Waffenhersteller der Welt
Platz 10: L-3 Communications
1 von 13

Der US-Konzern hat vor zwei jahren den Aufstieg in die Reihe der zehn größten Waffenhersteller geschafft. Allerdings hat das Unternehmen aus New York 2015 in der Rüstungssparte mit 8,8 Milliarden US-Dollar etwas weniger Umsatz gemacht als im Vorjahr. L-3 liefert vor allem Kommunikationssysteme und Navigationssysteme an das Militär. Außerdem stellt der Konzern Körperscanner für Flughäfen her.

Quelle: SIPRI Arms Industry Database

Platz 9: Finmeccanica (Italien)
2 von 13

Die Italiener bauen Flugzeuge, Hubschrauber, Panzer und Schiffsgeschütze, aber auch den Hochgeschwindigkeitszug ETR 500. Mit einem Umsatz von 9,3 Milliarden Dollar in der Militärsparte ist Finmeccanica nicht nur im internationalen Waffenmarkt bedeutend, die Firma ist auch zweitgrößter Arbeitgeber Italiens.

Platz 8: United Technologies (USA)
3 von 13

US-Unternehmen dominieren die Top Ten der weltweit größten Rüstungsfirmen. Der Mischkonzern United Technologies hat mit seiner Militärsparte im vergangenen Jahr 9,5 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet. Damit konnte das Rüstungsunternehmen nicht an das starke vergangene Jahr anknüpfen – auch, weil die Hubschraubersparte Sikorsky Mitte 2015 für 9 Milliarden Dollar an Lockheed Martin verkauft wurde. United Technologies dürfte so 3 Milliarden Dollar an jährlichen Rüstungsumsätzen einbüßen.

Platz 7: Airbus Group (Europa)
4 von 13

Fast wäre aus Airbus, der ehemaligen EADS, und der britischen BAE der größte Rüstungskonzern der Welt geschaffen worden. Doch die Fusion platzte. Das europäische Unternehmen, an dem Deutschland, Frankreich und Spanien künftig direkt beteiligt sind, kommt allein auf Platz sieben im Sipri-Ranking. Im Jahr 2015 standen Umsätze im Militärbereich von 12,9 Milliarden Dollar zu Buche – gut 700 Millionen mehr als im Vorjahr.

Platz 6: General Dynamics (USA)
5 von 13

Flugzeuge, Fahrzeuge und Schiffe für den militärischen Bedarf stellt General Dynamics her. Rund 60 Prozent des Umsatzes werden mit Kriegsgütern gemacht. 2015 konnte GD deb Umsatz mit der Rüstungssparte weiter steigern – und zwar auf 19,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 5: Northrop Grumman (USA)
6 von 13

Das US-Unternehmen bedient mit seinen Produkten die Schiff-, Luft- und Raumfahrt. Der Militärbereich macht mit 20 Milliarden Dollar über 80 Prozent der Umsätze aus. Bekanntestes Produkt ist der Tarnkappenbomber B-2.

Platz 4: Raytheon (USA)
7 von 13

Ganz auf Militärprodukte ist das Unternehmen aus Waltham (US-Bundesstaat Massachusetts) spezialisiert. 94 Prozent seines Umsatzes macht Raytheon mit Kriegsgerät. Im Jahr 2015 waren es 21,8 Milliarden Euro. Raketen und Radar-Systeme gehören zu den bekanntesten Produkten. Raytheon stellt auch das Raketenabwehrsystem Patriot her.

Nach der Hauptversammlung solle es auch einen Wechsel im Aufsichtsratsvorsitz geben, schreibt das Blatt. Die Amtszeit des langjährigen Vorsitzenden Klaus Greinert läuft nach 20 Jahren in dem Gremium aus. Neuer Vorsitzender solle Ulrich Grillo werden. Der Ex-Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) gehört seit 2016 dem Kontrollorgan an.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Franz Josef Jung - Ex-Minister soll Rheinmetall-Aufsichtsrat werden

0 Kommentare zu "Franz Josef Jung: Ex-Minister soll Rheinmetall-Aufsichtsrat werden"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%