Freispruch rückt immer näher
Rückschlag für die Staatsanwälte

Im Düsseldorfer Mannesmann-Prozess hat die Anklage am Donnerstag einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Die Vorsitzende Richterin Brigitte Koppenhöfer lehnte insgesamt fünf Beweisanträge der Ankläger als unzulässig, bedeutungslos oder unstrittig ab. Für Esser, Ackermann & Co. rückt ein Freispruch damit immer näher.

HB DÜSSELDORF. "Dies kann man als gewisses Indiz für die Meinungsbildung der Kammer werten", kommentierte Gerichtssprecher Ulrich Thole die Entscheidung. Die Kammer hatte bereits Ende März angedeutet, dass sich die Angeklagten nicht des Hauptvorwurfs der Untreue schuldig gemacht hätten.

Die Kammer lehnte unter anderem einen Beweisantrag ab, mit dem die Staatsanwaltschaft die Verlesung von sieben Vernehmungsprotokollen des Hauptangeklagten Klaus Esser vor Eröffnung der Hauptverhandlung erreichen wollte. Zudem wies sie den Antrag der Ankläger zurück, die exakten Flugzeiten des Privatjets des ehemaligen Vodafone-Chefs Chris Gent am 2. und 3. Februar 2000 zu den entscheidenden Übernahmeverhandlungen mit Mannesmann nachzuweisen. Die Anklage wollte damit beweisen, dass Esser falsche Angaben zu dem Gent-Flug gemacht habe. "Aus den Flugzeiten können keine Schlüsse für die Schuld oder Unschuld der Angeklagten gezogen werden", begründete die Richterin ihre Entscheidung.

Die Kammer nahm dagegen einen Beweisantrag zur Vernehmung eines weiteren Zeugen an, bei dem es um Vorwürfe gegen den früheren Mannesmann-Konzernbetriebsrat Jürgen Ladberg geht. Darüber hinaus akzeptierte das Gericht die Einführung weiterer Schriftstücke.

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