Fresenius holt Frauen in Aufsichtsräte
Die letzte Männerbastion im Dax verschwindet

Fresenius und die ebenfalls börsennotierte Tochter Fresenius Medical Care sind die beiden einzigen Dax-30-Unternehmen, in deren Kontrollgremien bislang noch keine einzige Frau vertreten ist. Das ändert sich nun.

Bad HomburgIm Dax verschwindet die letzte Männerbastion. Der Medizintechnikkonzern Fresenius und seine ebenfalls börsennotierte Tochter Fresenius Medical Care haben jeweils zwei Frauen für ihre Aufsichtsräte nominiert. Sie sollen den Anteilseignern bei den anstehenden Hauptversammlungen im Mai vorgeschlagen werden, wie die Konzerne am Freitag in Bad Homburg bei Frankfurt mitteilten. Die beiden Unternehmen sind die beiden einzigen Dax-30-Unternehmen, in deren Kontrollgremien bislang noch keine einzige Frau vertreten ist.

Bei der Fresenius-Mutter sollen für die Arbeitgeberseite die Pharmaexpertin Iris Löw-Friedrich und Deutsche-Börse-Vorstandsfrau Hauke Stars in das Kontrollgremium gewählt werden. Die beiden Managerinnen sollen Roland Berger und Gerhard Roggemann ablösen. Auch die Arbeitnehmerseite will künftig Frauen ins Kontrollgremium des Dax-Konzerns berufen, wie ein Sprecher sagte.

In den Aufsichtsrat der Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care (FMC) sollen mit der früheren Citigroup-Bankerin Deborah Doyle McWhinney und der Sanofi-Managerin Pascale Witz aus Frankreich zwei Frauen für die Arbeitgeberseite einziehen. Ausscheiden werden der frühere Dresdner-Bank-Chef Bernd Fahrholz und der Amerikaner Walter Weisman. An der Spitze beider Aufsichtsräte soll weiter Gerd Krick stehen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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