Früherer GE-Chef
Jack Welch hält Schnelligkeit für das Wichtigste

FRANKFURT. Entscheidend für den Unternehmenserfolg ist für Managementlegende Jack Welch, dass es nur wenige Vorgesetzte gibt: „Je flacher die Struktur eines Unternehmens ist, desto besser gelingt die Kommunikation dessen, was man erreichen will, und desto schneller können Unternehmen reagieren“, sagte der frühere Chef des US-Mischkonzerns General Electric (GE), der das Unternehmen zwanzig Jahre lang geführt hat, dem Handelsblatt.

Auf die Reaktionsgeschwindigkeit komme es heute an. Im Rückblick auf seine Tätigkeit sagte der für seine Durchsetzungsfähigkeit bekannte Manager: „Aus heutiger Sicht hätte ich in der Zeit an der GE-Spitze meine Entscheidungen und Pläne noch viel schneller umsetzen müssen.“

Natürlich käme es auch auf die richtige Auswahl der Mitarbeiter an, sagte Welch: „Wenn Sie etwas verändern wollen, dann müssen Sie umgehend die Leute in Schlüsselpositionen bringen, die Veränderung genießen und leben und die Wandel nicht als Bedrohung empfinden. Sagen Sie den Leuten, wo Sie hinwollen, geben Sie Werte vor und legen Sie los!“

Um den Elan nicht zu bremsen, sollte Bürokratie im Unternehmen abgebaut werden: „Die Unternehmen brauchen nicht noch mehr Prüfer in den Zentralen, sondern mehr Kraft im operativen Geschäft.“

Dezentrale Organisationen und Offenheit sorgten für kontroverse Diskussionen und klaren Meinungsaustausch. Unternehmensberater solle man höchstens einsetzen, wenn eine Expansion in neue Geschäftsfelder anstehe. „Im etablierten Geschäft hingegen sollten die eigenen Mitarbeiter die nötige Veränderungsschritte am besten kennen - besser auf jeden Fall als Berater“, sagte Welch.

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