Früherer SNB-Chef
Hildebrand wird Gastdozent an der Uni Oxford

Erst im letzten Januar trat Philipp Hildebrand als Chef der Schweizer Notenbank zurück. Nun geht der frühere Hedgefonds-Manager für ein Gastspiel an die britische Eliteuniversität Oxford - wo er sich bereits auskennt.
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London/ZürichDer kürzlich zurückgetretene Schweizer Notenbankchef Philipp Hildebrand wird Gastdozent an der britischen Eliteuniversität Oxford. Hildebrand übernehme an einem neu gegründeten Institut die Position eines Senior Visiting Fellow, teilte die Universität am Mittwoch mit. In dieser unbezahlten Funktion werde der frühere Hedgefonds-Manager die Blavatnik School of Government bei der Gestaltung von Forschung und Unterricht beraten. Dies gelte insbesondere für den Kurs zur Rolle der Bankenbranche in der globalen Wirtschaft.

Hildebrand war Anfang Januar zurückgetreten, weil seine Frau 2010 zu einer Zeit für mehrere hunderttausend Franken Dollar gekauft hatte, als die SNB um eine Schwächung der Schweizer Währung bemüht war. Untersuchungen von Wirtschaftsprüfern hatten zwar keine Verstöße des früheren SNB-Chefs gegen geltende Vorschriften zutage gefördert. Hildebrand musste sich aber gegen Insidervorwürfe wehren.

Den SNB-Regeln zufolge darf Hildebrand nun während sechs Monaten für keine Bank und während eines Jahres für keine große Schweizer Bank arbeiten.

Hildebrand kennt die Universität Oxford bereits bestens, denn er promovierte dort. Nach Stationen in der Finanzbranche stieß er 2003 zur SNB und half unter anderem bei der Rettung der Großbank UBS und der Verschärfung der Bankenregulierung mit.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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