Früherer US-Notenbankchef
Greenspan wird Berater der Deutschen Bank

Der langjährige US-Notenbankchef und Finanzmarktexperte Alan Greenspan wird die Investmentbanking-Sparte der Deutschen Bank beraten. Das teilten die Bank und Greenspan am Montag mit. Die Entscheidung sei persönlicher Natur gewesen, hieß es weiter.

HB FRANKFURT. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann würdigte Greenspan als einen der "Architekten des heutigen Finanzsystems". Die Bank teilte zu Greenspans Aufgabe mit, er werde "mit Mitarbeitern und Kunden im Bereich Investment Banking seine Sicht der Dinge in Bezug auf aktuelle und künftige Entwicklungen auf den Weltfinanzmärkten teilen". "Es ist eine exklusive Beziehung für die Bereiche, in denen die Investmentbank im Wettbewerb steht", sagte Greenspan der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag).

Die Zusammenarbeit sei von einem ehemaligen Kollegen Greenspans bei der Notenbank eingefädelt worden, der heute für die Deutsche Bank in den USA arbeitet, berichteten die "FAZ" und das "Wall Street Journal". Greenspan sagte außerdem, er kenne und bewundere Ackermann seit Jahren.

Greenspan hatte nach seinem Abgang bei der US-Notenbank Federal Reserve im vergangenen Jahr eine Beratungsfirma gegründet. Sein erster Kunde ist der Vermögensverwalter Pacific Investment Management (PimCo), einer Tochter der Allianz. Greenspan wolle insgesamt nicht mehr als ein Dutzend Kunden haben und höchstens einen in jeder Branche, schrieb das "Wall Street Journal". Daher werde er bei der Deutschen Bank nicht die Vermögensverwaltung beraten.

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