Führungswechsel
Engel übernimmt Evonik-Spitze

Der Essener Chemie- und Energiekonzern Evonik nimmt unter neuer Führung Kurs auf den Börsengang. Der Aufsichtsrat des Unternehmens berief am Abend den Kapitalmarktexperten und bisherigen Leiter der Evonik-Chemiesparte Klaus Engel (52) als neuen Vorstandsvorsitzenden.

HB ESSEN. Der bisherige Vorstandschef Werner Müller scheidet auf eigenen Wunsch vorzeitig zum Jahresende aus. Sein Vertrag lief eigentlich noch bis 2011. Müller hatte für diese Entscheidung private Gründe angeführt. "Ich freue mich darauf, ab dem neuen Jahr den Konzern konsequent weiter auf den künftigen Gang an die Börse vorzubereiten", sagte Engel nach der Entscheidung.

Der Eigentümer des Unternehmens, die Essener Evonik-Stiftung, will in den nächsten Jahren noch rund 50 Prozent des Konzerns privatisieren, eine Sperrminorität von gut 25 Prozent behält die Stiftung. 25,01 Prozent wurden bereits in diesem Sommer für 2,4 Milliarden Euro an den britischen Finanzinvestor CVC abgetreten.

Zwei CVC-Vertreter wählte der Aufsichtsrat am Dienstag in das Evonik-Kontrollgremium. Das Unternehmen mit rund 43.000 Mitarbeitern und 14,4 Milliarden Euro Umsatz (2007) war nach dem von Müller entwickelten Konzept aus dem alten Kohle-Mischkonzern RAG herausgelöst worden. So wird der sozialverträgliche Ausstieg aus der Steinkohleförderung voraussichtlich bis 2018 möglich.

Aus den Erlösen des Evonik - Börsengangs und Teilverkaufs bezahlt die Stiftung die dauerhaften Lasten des Bergbaus, etwa für die Wasserhaltung und Beseitigung von Bergschäden. Stiftungschef Wilhelm Bonse-Geuking dankte Müller für seine "herausragenden Leistungen" beim Konzern-Umbau und der Gründung von Evonik Industries.

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