Führungswechsel
Ratiopharm-Chef Albrecht muss gehen

Der Chef des Generikaherstellers Ratiopharm, Claudio Albrecht, muss einem Zeitungsbericht zufolge auf Druck der Eigentümerfamilie Merckle seinen Posten mit sofortiger Wirkung abgeben. Er muss ebenso seinen Schreibtisch räumen wie Finanzgeschäftsführer Peter Prock.

HB FRANKFURT. Damit wechselt der Ulmer Pharmakonzern mit sofortiger Wirkung seine Führung aus. Grund für die Trennung vom einstigen Novartis-Manager Albrecht sei „die nachhaltige Disharmonie im Verständnis von Führungsfragen“, zitiert die „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ den Eigentümervertreter Philipp Daniel Merckle, der jetzt die Ratiopharm-Leitung übernimmt. „Die Folgen der bisherigen Führung sind mir in vielem zutiefst zuwider.“

In den vergangenen Tagen war der Konzern wegen aggressiver Vertriebspraktiken in die Schlagzeilen geraten. Unter anderem soll er Ärzten systematisch Geld dafür gezahlt haben, dass sie seine Medikamente verordnen. In einer Mitarbeiterinformation wendet sich Merckle gegen den Eindruck, die Personalentscheidungen seien direkte Folge dieser Berichterstattung. Der 39-jährige Sohn des Familienpatriarchen Adolf Merckle ist seit dem 1. August auf Gesellschafterseite für die Merckle-Pharmagruppe und damit für Ratiopharm verantwortlich.

2004 erzielte die Ratiopharm Gruppe weltweit einen Umsatz von 1,46 Milliarden Euro. In Deutschland beschäftigte das Unternehmen mit Sitz in Ulm 2004 insgesamt 3110 Mitarbeiter, weltweit waren es 5306.

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