Für die Umlage genügt Mehrheitsbeschluss
Wasser nach Verbrauch abzurechnen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat es Wohnungseigentümern erleichtert, innerhalb der Eigentümergemeinschaft eine verbrauchsabhängige Wasserabrechnung durchzusetzen.

HB lg KARLSRUHE. In dem jüngst veröffentlichten Fall hatten sich die Bewohner von Reiheneckhäusern in einer Wohnungsanlage gegen einen Modus gewehrt, der die Kaltwasserkosten nach dem Verhältnis der Miteigentumsanteile auf die Hausbesitzer verteilte. Wegen ihrer verhältnismäßig großen Grundstücksfläche sahen sie sich über Gebühr in Anspruch genommen.

Der BGH hat nun folgendes entschieden: Die Gemeinschaftsordnung, wonach alle "Betriebskosten" im Verhältnis der Miteigentumsanteile zu tragen sind, galt gar nicht für die Wasserkosten. Denn diese ließen sich nicht etwa dem gemeinschaftlichen Eigentum zuordnen, sondern gehörten zum Sondereigentum der jeweiligen Eigner. Ein Urteil mit erheblichen Folgen. Der Verteilungsschlüssel der Betriebskosten für die gesamte Anlage kann nur von allen Eigentümern einvernehmlich festgelegt werden.

Für die Umlage des privaten Wasserverbrauchs genügt dagegen laut BGH nunmehr ein Mehrheitsbeschluss. Und nicht nur das: Je nach Fallgestaltung können die Eigentümer sogar dazu verpflichtet sein, eine verbrauchsabhängige Kostenverteilung zu billigen. Sollte allerdings der Einbau von Wasserzählern teurer sein als das, was sich dadurch innerhalb von 10 Jahren sparen lässt, sei die verbrauchsabhängige Abrechnung unzulässig, so der BGH.

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