Fußball-Weltmeisterschaft 2006
Von Fußball, Markenartikeln und wahren Werten

Viele Deutsche hoffen, dass die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 eine Initialzündung für den wirtschaftlichen Aufschwung bringt.

Eine Studie von Publicis Sasserath und Rheingold registriert angesichts der sportlichen Herausforderung eine "umfassende Aufbruchstimmung", eine "regelrechte Neugeburt des nationalen Selbstwertgefühls" und eine "neue Einigkeit". Das Leben der Deutschen sei heute geprägt von Absicherungsmentalität, Stabilität und Berechenbarkeit sowie von wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Erstarrung. Die Menschen spürten, dass es ohne Wagnisse und Mut zum Risiko nicht mehr weitergehe.

Für die Autoren macht Fußball die Risiken des echten Lebens in überschaubarem Rahmen erlebbar. "Probeschnuppern an der Wechselhaftigkeit des Lebens" - das Phänomen hat schon einen Namen. Markenhersteller, die die Fußball-WM als Werbeplattform nutzen möchten, sollten Anknüpfungspunkte an diese von Echtheit, Zusammenhalt und Emotionen geprägte "Fußball-Gegenwelt" finden. Nur wer die wahren Werte des Fußball in seiner Marken-Kommunikation berücksichtige und glaubhafte, ehrliche und direkte Verbindungen zwischen Marke und Fußball herstelle, könne mit Werbeerfolgen im Umfeld der WM rechnen.

Weitere Informationen zu der Studie bei Thomas Kirschmeier oder Michael Bahles .

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