Gehaltsranking

Arme Banker, reiche Auto-Manager

Eine aktuelle Studie zu den Einkommen der Vorstandsvorsitzenden zeigt: Das große Geld wird in der Automobilbranche gemacht. Bei den Banken sind die Zeiten der horrenden Vorstandsgehälter endgültig vorbei.
  • Patrick Schultz
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Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen: Der Manager verdiente im vergangenen Geschäftsjahr 14,5 Millionen Euro. Quelle: dpa

Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen: Der Manager verdiente im vergangenen Geschäftsjahr 14,5 Millionen Euro.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die öffentliche Diskussion ließ in den vergangenen Monaten anderes vermuten. Doch die Bankvorstände sind längst nicht die Bestverdiener bei den Dax-Unternehmen. Auf den ersten zehn Rängen der bestverdienenden Vorstandsvorsitzenden findet sich kein einziger Bankchef, wie aus einer heute veröffentlichten Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und der TU München hervorgeht. Die ersten drei Plätze im Gehaltsranking belegen demnach VW-Chef Martin Winterkorn (14,5 Mio. Euro), Daimler-Chef Dieter Zetsche (8,2 Mio. Euro) und Siemens-Chef Peter Löscher (7,9 Mio. Euro). Erst auf Platz 13 findet sich das Führungsduo der Deutschen Bank, Anshu Jain und Jürgen Fitschen, mit einer gemeinsamen Vergütung von 5,3 Millionen Euro.

In den Chefetagen der Frankfurter Banken liegen beim Blick in die Lohntüte Freude und Frust eng beieinander: Während sich Vorstände der Commerzbank im vergangenen Jahr über eine Vergütungserhöhung von 130 Prozent freuen durften, bekamen ihre Kollegen bei der Deutschen Bank knapp ein Drittel weniger als 2011. Die Commerzbanker bleiben trotzdem unter den weniger verdienenden DAX-Vorständen: Mit einem durchschnittlichen Vorstandseinkommen von 1,3 Millionen Euro liegen sie im Verdienstranking 2012 ganz hinten. Am besten verdienten 2012 die Volkswagen-Vorstände, die mit 6,8 Millionen Euro pro Kopf nach Hause gingen. Ein Deutsche-Bank-Vorstand bekam im Durchschnitt 3,97 Millionen Euro ausgezahlt.

Die Unternehmen der Finanzbranche, resümiert Studienautor Gunther Friedl von der TU München, seien bei der Vorstandsvergütung inzwischen bestenfalls im Mittelfeld zu finden. Das zeige, „dass die Vergütung durchaus auf Erfolge und Misserfolge in einzelnen Branchen reagiert“.

Bei den Finanzvorständen liegt Hans Dieter Pötsch (Volkswagen) mit einem Jahresgehalt von sechs Millionen Euro ganz vorn, auf den weiteren Plätzen folgen Joe Kaeser von Siemens und Matthias Zachert vom Pharmaunternehmen Merck mit jeweils gut vier Millionen Euro.

Fixgehälter steigen
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9 Kommentare zu "Gehaltsranking: Arme Banker, reiche Auto-Manager"

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  • ....dein Freund Polizist mit der Anspruchsdenke hat doch jederzeit die Möglichkeit, in die Industrie zu wechseln ! Warum tut er dies nicht ? Es gibt keinen Grund, für Beamte mehr Geld zu fordern, da deren Jobs unkündbar sind und - so wie ich dies beobachte - überhaupt kein vergleichbarer Stress wie in der wettbewerbsorientierten Industrie dort vorherrscht. Dieser Typ lebt von meinen Steuergeldern, die deutlich zu hoch sind. Wegen dieser horrenden Staatsquote von 52% in der BRD sind Firmen wie AUDI, DAIMLER und VW mit ihren deutschen Produktionsstandorten im globalen Kostenwettbewerb nicht mehr konkurrenzfähig - also unrentabel ! DAIMLER war deshalb gezwungen, die A- und B- Klasse-Produktion nach Ungarn zu verlagern ! Ebenso VW, die 4-Zylinder- Motorenproduktion nach Ungarn verlagern mussten. Wenn in dieser Situation ein Beamter mehr Geld fordert, ist er entweder zu unqualifiziert, um zu wechseln oder er ist schlicht unverschämt. Wir haben schon lange das 'Griechische Problem' mit unseren Beamten....

    Eigentlich ist wegen der deutlich zu zahlreichen Staatsbediensteten Privatisierung für diese Dienstleisterjobs angesagt.

    Dies wird bald kommen, um den Staatsbankrott auch in der BRD zu vermeiden.

  • Dieser Meinung schließe ich mich an, sehr deutlich ist es bei der Commerzbank zu sehen, der Kurs der Aktie stürzt ins Bodenlose, die Managergehälter steigen im Gegenzug gewaltig an. Wonach richtet sich die Bezahlung überhaupt, doch nicht nach der Leistung und den Ergebnissen?
    Ich finde es nur traurig für die Aktionäre, welche dem Unternehmen noch ihr Vertrauen geschenkt haben.

  • Was Zahlen...

    Nach meiner Ansicht, "verdient" kein Mensch 2 Mio./ p.a. auch so tolle Manager wie Winterkorn leben von den Arbeitern die die Autos bauen, den Entwicklern die die Autos entwickeln, von dem Team um sie herum und von all den Managern vor ihnen die ihnen den Weg bereitet haben.
    Wer trotz dem mehr bekommt als 2 Mio. /p.a. bekommt, verdient zu Lasten der Anteilseigner.

  • Ja liebe Leute - das sage ich schon lange. Über die Beamten regt man sich auf. Dabei sind die Beschäftigten in der Automobilbranche völlig überbezahlt. Dass unsere Autos so schweineteuer sind , darüber regt sich niemand auf.

    Dazu ein Beispiel. Einer meiner Freunde ist Polizeibeamter im mittleren Dienst (Endamt mittlerer Dienst, 35 Jahre alt). Nettoeinkommen ca. 2200.- Euro netto, hier sind Nacht- und Feiertagszuschläge schon dabei. Er arbeitet oft an Samstagen, Sonntagen, Feiertagen und 6 mal im Monat nachts von 20 Uhr - 06 Uhr). 2200.- Euro bei einer 41 Stunden Woche. Ein anderer Freund von mir arbeitet bei Audi in der Qualitätskontrolle. Der verdient mit den selben Arbeitszeiten ca. 1000.- Euro mehr im Monat und hat nicht einmal eine abgeschlossene Berufsausbildung. Seine Wochenarbeitszeit beträgt 36 Stunden !!! Der bekommt am Jahresende noch eine fette Prämie von über 6000.- Euro, und jedes Jahr einen Neuwagen über 20 % billiger.- Da spart er dann nochmals ca. 8000.- Euro.
    Darüber regt sich niemand auf. Die sind doch im Verhältnis gesehen total überbezahlt.
    Und dann schimpft man lieber über Beamte.
    Löhne runter - dann werden für uns die Autos auch billiger

  • Der Unterschied zwischen Banken und Industrie ist doch klar: die einen schmarotzen am Geldsystem, die anderen produzieren reale und von der Kundschaft nutzbare Werte. Deshalb ist es sogar angebracht, daß die Verwaltungs- 'Arbeit' der Bankster - die für ihre Fehlentscheidungen auch nicht haften - mit einem Jahresgehalt von max. 100.000 EUR auf 'Vorstandsebene' abgegolten ist.

  • @ das gleichgewicht ist gegeben oder stellt sich neu ein, wenn lobby und gegenlobby um einen vernüftigen kompromiss streiten.

    @ die bürgschaften für die vw bank waren ja wohl "die berüchtigten erdnusskerne", oder? der betrag derselbigen nicht etwas im grössenordnunge kleiner als .............
    nein, ihre aussage ist nichtig, die programme wie cash-for-clunkers usw. usf. waren nur "kleine unterstützende maßnahmen" um die sog. automatischen stabilisatoren zu pushen. erdnüsse ebent. schönen tach noch, matze.

  • @Matze:
    Vorausschauend war aber scheinbar nicht die Phase, in der die Automobilhersteller komplett auf Lager produziert haben und dann von Steuergeldern gerettet werden mussten (Abwrackprämie, verlängerte Kurzarbeit).
    Bereits 1-2 Jahre später schütten Volkswagen, Audi und Co. wieder 6.000 - 8.000 EUR pro Mitarbeiter an Erfolgsprämie aus?

    Wie hätten Sie reagiert, wenn die Commerzbank nach der Unterstützung mit Steuergeldern ihren Mitarbeitern Erfolgsprämien gezahlt hätte?!

    Vielleicht sollte man noch einmal überlegen, wer die größeren Lobbyisten sind...

  • @ ehre wem ehre gebührt! mit der anständigen entlohnung von "realer leistung" hab ich keine problem - die begrüsse ich!

    dank an herrn winterk... für sein engagement für china! klug vorrausschauend! zielführend! angebraucht und angemessen für ein so fleissiges und kluges volk! erfolg dem leistenden! und lasst uns weiter dafür betten, dass die chinesische führung weiterhin so klug agiert und nicht die erfolgreichen entwicklungen im eigenen land hemmd - wie dies so oft in der "politikgeschichte passiert ist".
    schlicht und einfach danke.

  • "Arme Banker, ..."

    Unglaublich wie man versucht, den Menschen mit solch einen Artikel, Sand in die Augen zu streuen!!!

    Banker haben das Geldmonopol und schaffen Geld ( per Kredit ) aus dem nichts und verschulden/versklaven damit die ganze Menschheit!!!

    Wenn man das Recht hat Geld aus dem nichts zu schaffen (Schuldgeldsystem), wie soll man da arm sein???

    Warum erfahren wir in den Systemmedien nie etwas über das Schuldgeldsystem der internationalen Bankster?

    Wer steht hinter den Systemmedien???

    Man kann das "Schuldgeldsystem" der Bankster auch anders beschreiben:

    Die Schlauen leben von den Dummen und die Dummen von der Arbeit!!!

    Jeder der das nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" suchen.

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