Geldauflage in Millionenhöhe Verfahren gegen Maschmeyer eingestellt

AWD-Gründer Carsten Maschmeyer muss sich nicht wegen Verstoß gegen das Wertpapierhandelsgesetz verantworten. Nach Zahlung einer Geldauflage in Millionenhöhe stellte die Staatsanwaltschaft Hannover das Verfahren ein.
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Ermittlungsverfahren abgewendet: Carsten Maschmeyer. Quelle: dpa

Ermittlungsverfahren abgewendet: Carsten Maschmeyer.

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HannoverAWD-Gründer Carsten Maschmeyer hat mit der Zahlung einer Geldauflage in Höhe von 2,9 Millionen Euro ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Hannover abgewendet. Es habe der Verdacht bestanden, dass Maschmeyer gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen habe, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover am und damit bestätigte einen Bericht der „Wirtschaftswoche“.

Die aufgrund einer Anzeige der Finanzaufsicht Bafin eingeleiteten Ermittlungen seien bereits im Januar eingestellt worden. Die von Maschmeyer gezahlten Millionen seien zum Teil an eine wohltätige Organisation gegangen.

Laut „Wirtschaftswoche“ hatte der Unternehmer ein größeres Aktienpaket des AWD-Konkurrenten MLP besessen, ohne dies gemeldet zu haben. Damit könnte Maschmeyer gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen haben, nach dem Anteilseigner binnen vier Tagen öffentlich machen müssen, dass sie bestimmte Schwellen - etwa von 3, 5 oder 20 Prozent der Stimmrechte - überschritten haben.

Maschmeyer räumte den Bericht zufolge ein, zumindest kurzzeitig die Drei-Prozent-Meldeschwelle überschritten zu haben. Er habe Anfang 2008 rund 2,9 Prozent der MLP-Anteile gekauft. Als MLP eigene Aktien zurückkaufte, sei sein Anteil über Nacht auf über drei Prozent gestiegen. Er habe daraufhin Aktien verkauft, so dass die vorherige Beteiligung wieder hergestellt worden sei.

Maschmeyer erklärte, dass keine „rückwirkende Meldung dieser passiven Überschreitung der Meldeschwelle“ erfolgt sei. Die Staatsanwaltschaft habe eine Geldauflage vorgeschlagen, da es nicht danach ausgesehen habe, dass sich der Anfangsverdacht in einem Verfahren erhärtet hätte. Es handle sich weder um eine Strafzahlung noch um ein Schuldeingeständnis, betonte Maschmeyer.

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14 Kommentare zu "Geldauflage in Millionenhöhe: Verfahren gegen Maschmeyer eingestellt"

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  • Staatsanwaltschaft Hannover eben...sind ja für solche Freikaufurteile inzwischen bekannt.

  • Da fragt man sich mal wieder, wieviel Geld denn die Staatsanwaltschaft privat von Maschmeyer für diese Entscheidung bekommen hat...

  • Warum sollte ich knapp 3 Mio. Euro zahlen, wenn "es nicht danach ausgesehen hätte, dass sich der Anfangsverdacht in einem Verfahren erhährtet hätte" ?????

    Für mich sieht es so aus, das sich reiche Leute freikaufen können.

  • maschmeyer , claassen , wulff , schröder = die größten vertreter der lumpenelite !!

  • Maschmeyer hat gegen ein Gesetz verstoßen, Herr Hoenß auch.

    Darf Herr Hoenß auch auf eine Strafverfolgung nach der hannoverschen Machart rechnen oder muss er den Nachteil seiner örtlichen Geburt ertragen?

  • Sie verstehen, wie viele andere auch, das System "Niedersachsen" nicht.

    Achten Sie selbst einmal auf die abendlichen Nachrichten, die Skandale und die örtlichen Zuständigkeiten. Sie werden überrascht sein, wie oft Niedersachsen der Tatort ist. Informieren Sie sich einmal über die Tätigkeiten der Staatsanwaltschaft Hannover. Haarsträubend was da angeboten wird.

    Man muss nicht an den Fall Wulff denken, es gibt viele andere Fälle.

    Zugegeben, in vielen anderen Staatsanwaltschaften ist es nicht viel besser. In Bayern ist der Fall Mollath bekannt geworden, in Rheinland-Pfalz ist es nicht besser.

    Frau Leutheusser-Schnarrenberger ist nach der Abarbeitung des Kinderschänderfalls gehalten, ihren eigenen "Geschäftsbetrieb" gleichfalls auf den "Labortisch" zu legen und durchzugreifen. Der Spruch "Unabhängigkeit der Justiz" kann und darf nicht dazu dienen, die Rechtsstaatlichkeit auf- und auszuhebeln.

  • Etwas off-topic, aber nicht zu vergessen: Carsten Maschmeyer-Rürup hat es mit zu verantworten, dass Millionen von Rentnern zukünftig in die Altersarmut fallen werden. Denn die angeblich alternativlose kapitalgedeckte Altersvorsorge schmilzt angesichts negativer Realzinsen und dem ein oder anderen haircut der Südländer stetig dahin. Und die geplünderte gesetzliche Rente allein kann nur noch bedingt vor Altersarmut schützen.

    Aber zurück zum Artikel: Mich würde es interessieren, was ihm in den USA geblüht hätte - die SEC hätte ihn bestimmt nicht mit einer für seine Verhältnisse moderaten Geldbuße davonkommen lassen.

  • leute ,das vergehen isn lacher.mal kurz die meldeschwelle verletzt.

    ich mag den windigen kerl ooch nicht.aber mit weniger prominenz kostet ne meldeschwellenverletzung um die 50 riesen.

    luft ablasssen......

  • "Die aufgrund einer Anzeige der Finanzaufsicht Bafin eingeleiteten Ermittlungen seien bereits im Januar eingestellt worden. Die von Maschmeyer gezahlten Millionen seien zum Teil an eine wohltätige Organisation gegangen."

    Uli Hoeneß sollte auch spenden.

  • Maschmeyer hat viele Leute um ihr letztes Geld gebracht. Er ist und bleib ein krimineller Finanzhai.

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