Genaue Bezeichnung erforderlich
Kopplung von Kauf- und Sponsoringleistung muss tranparent sein

Im Juli 2003 forderte Günther Jauch Verbraucher zum Kauf von Krombacher-Bier auf. Mit dem Kauf eines Kastens sollte jeweils 1m² Regenwald gerettet werden.

Teile der Werbekampagne hielt das Landgericht Siegen unter dem Gesichtspunkt der unzulässigen gefühlsbetonten Werbung für unzulässig, denn es darf dem Verbraucher nicht suggeriert werden, er würde sich mit dem Kauf der Ware für den Regenwald und bei Nichtkauf dagegen entscheiden.

In einer weiteren nun veröffentlichten Entscheidung hat das Landgericht Siegen zudem nun ausgeführt, dass bei einer Kopplung zwischen dem Warenkauf und einer Sponsoringleistung des Verkäufers die Sponsoringleistung exakt und genau bezeichnet werden muss. Das Transparenzgebot würde es erfordern, dass zum einen genau angegeben wird, welcher Betrag vom Entgelt für die gekoppelte Ware für den guten Zweck abgeführt wird, und zudem, in welcher Weise dieser Betrag für diesen Zweck verwendet wird.

Mit dieser - nicht rechtskräftigen - Entscheidung, reiht sich das Landgericht Siegen in eine Rechtssprechung ein, die Kopplungsangebote für zulässig erachtet wenn hierbei das Transparenzgebot beachtet wird. So sollten etwa grundsätzlich die gekoppelten Waren und deren wesentliche Merkmale so genau als möglich bezeichnet werden, damit der Verbraucher schnell und sinnvoll Preisvergleiche anstellen kann. (Ps)

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