Genfer Uhrenmanufaktur
Patek Philippe tickt im eigenen Takt

Der legendäre Ruf ist das höchste Gut von Patek Philippe. Er speist sich aus Präzision und Tradition. Die im Jahr 1839 gegründete Manufaktur baut die kompliziertesten Uhrwerke der Welt, sie bestehen aus bis zu 1 728 Einzelteilen. Übernahmeofferten schlägt die Genfer Uhrenmanufaktur aus - und widersetzt sich selbstbewusst den Trends.

DÜSSELDORF. Bei ihren Preisen ist die stille Uhrenmanufaktur Patek Philippe ganz laut. Seit Jahren führt das Schweizer Unternehmen die Rekordliste der teuersten Uhren der Welt an. Die "Henri Graves Supercomplication" - eine ausgefeilte Taschenuhr mit 24 Komplikationen, also technischen Besonderheiten - wechselte im Jahr 1999 für den Rekordpreis von 17,2 Mill. Schweizer Franken bei Sotheby?s in New York den Besitzer.

Und auch die bislang teuerste Armbanduhr aller Zeiten kommt aus den Genfer Werkstätten der Familiendynastie. Für die "Platin World Wide" fiel im Jahr 2002 erst bei einem Gebot von 6,6 Mill. Schweizer Franken der Hammer.

Der legendäre Ruf ist das höchste Gut von Patek Philippe. Er speist sich aus Präzision und Tradition. Die im Jahr 1839 gegründete Manufaktur baut die kompliziertesten Uhrwerke der Welt, sie bestehen aus bis zu 1 728 Einzelteilen. Und sie ist bis heute ein Familienbetrieb geblieben - allen Konzentrationswellen und strategischen Neuausrichtungen der Branche zum Trotz.

Den Takt der Schweizer Manufaktur bestimmen der 68-jährige Philippe Stern gemeinsam mit seinem Sohn und designierten Nachfolger Thierry Stern, 36. Branchenexperten schätzen den Umsatz des Unternehmens für das vergangene Jahr auf 400 Mill. Euro.

Patek Philippe ist damit nicht nur eine der letzten unabhängigen Luxusuhrenmarken der Welt, sondern auch eine der erfolgreichsten. In den 80er- und 90er-Jahren erfasste die Konzentration in der Luxusgüterbranche die Uhrmacherzunft. Uhrenkonzerne wie Swatch und Rolex sowie Luxusgütergruppen wie LVMH, Egana-Goldpfeil und allen voran Richemont legten sich die edlen Zeitmesser in ihr Portfolio.

Die mit 251 Jahren älteste Uhrenmanufaktur der Welt etwa, Vacheron Constantin, gehört inzwischen zu der ebenfalls in Genf ansässigen Richemont-Gruppe. Ebenso seit dem Jahr 1990 die deutsche Uhrenmanufaktur A. Lange & Söhne aus Glashütte in Sachsen. "Mir war klar, dass wir nur mit einem kapitalstarken, kompetenten und von der Sache überzeugten Partner erfolgreich sein konnten", schreibt Gründerurenkel Walter Lange rückblickend in seiner Biographie "Als die Zeit nach Hause kam". Wie kann sich der eher mittelständig geprägte Familienbetrieb Patek Philippe in dieser Gemengelage der weltweit agierenden Luxuskonzerne halten?

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