Georg Serentschy
Regulierer bangen um neuen Europa-Boss

Der österreichische Regulierungschef soll nach Handelsblatt-Informationen ab 2012 Chef der europäischen Telekomaufsicht werden. Auch der deutsche Chefregulierer Matthias Kurth stellte sich hinter Georg Serentschy. Dennoch ist die Wahl gefährdet.
  • 0

DÜSSELDORF/WIEN. Eigentlich hätte alles ganz einfach sein können: Die Regulierungschefs der 27 EU-Mitgliedsländer sind sich nach Informationen des Handelsblatts einig, dass ihr österreichischer Kollege Georg Serentschy ab 2012 Chef der europäischen Telekomaufsicht „Body of European Regulators for Electronic Communications“ (Berec) werden soll. In der nächsten Sitzung der 27 nationalen Chefregulierer am 2. und 3. Dezember soll Serentschy offiziell gewählt werden.

Doch die Wahl ist gefährdet. Die österreichische Regierung hat Serentschys Vertrag in Wien noch nicht verlängert. In der Donau-Metropole heißt es, die Infrastrukturministerin wolle ihren Bürochef August Reschreiter als neuen Chefregulierer installieren, obwohl der in eine Korruptionsaffäre verstrickt ist. Das Ministerium war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Würde Serentschys Vertrag in Österreich nicht verlängert, stünde das europäische Gremium ohne neuen Chef da, weil es nur von dem Vorsitzenden einer nationalen Regulierungsbehörde geleitet werden kann.

„Ich würde es sehr begrüßen, wenn Georg Serentschy neuer Berec-Chef wird“, sagte der deutsche Chefregulierer Matthias Kurth dem Handelsblatt. „Ich hoffe, dass die Entscheidung in Österreich vor unserer Wahl im Dezember zu einem befriedigenden Abschluss kommt.“

Sandra Louven
Sandra Louven
Handelsblatt / Korrespondentin in Madrid
Stefan Menzel ist beim Handelsblatt der Spezialist für die Automobilbranche.
Stefan Menzel
Handelsblatt / Korrespondent Automobilindustrie

Kommentare zu " Georg Serentschy: Regulierer bangen um neuen Europa-Boss"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%