Gerhard Schmid: Das Ende eines Zockers

Gerhard Schmid
Das Ende eines Zockers

Gerhard Schmid steigt aus einfachen Verhältnissen zum Star der Telekombranche auf – und übernimmt sich. Jahrelange Prozesse folgen. Jetzt ist der Gründer von Mobilcom wegen vorsätzlichen Bankrotts verurteilt worden.

HAMBURG/DÜSSELDORF. Er liebte stets das gefährliche Spiel. Noch kurz vor dem Beinahe-Zusammenbruch des einstigen Börsenlieblings Mobilcom lächelt Gerhard Schmid zufrieden auf der Hollywoodschaukel vor seiner reetgedeckten Villa im Dörfchen Lürschau bei Schleswig. „Warten Sie ab, es wird schon alles werden“, sagt der risikofreudige Selfmademan dem Journalisten der „Berliner Zeitung“ im September 2002. Das Marketingtalent Schmid zieht genüsslich an seiner Cohiba und fügt hinzu: „Sehe ich aus, als ob ich Probleme habe?“

Fast sieben Jahre später hat Schmid Probleme, sogar sehr große Probleme.

Der Gründer des Mobilfunkdienstleisters Mobilcom, der inzwischen zu Freenet gehört, wurde gestern vom Landgericht Kiel wegen vorsätzlichen Bankrotts in drei Fällen zu einem Jahr und neun Monaten Haft verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Fünf Monate gelten bereits als verbüßt.

Der 56-Jährige hat sich nach allen Regeln der Kunst gegen eine Verurteilung gewährt: Über sechs Jahre lang hat der Prozess gegen den Unternehmer gedauert. Am Ende hat er verloren. Zumindest fürs Erste. Schmid will seine Verurteilung nicht akzeptieren und kündigt bereits Revision an. Schmids Anwälte hatten einen Freispruch gefordert.

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