Gericht: Allgemeines Lebensrisiko
Flugticket wegen Unfall verfallen – kein Geldersatz

Wer auf dem Weg zum Flughafen in einen Unfall gerät und deshalb seinen Flieger verpasst, kann dem Verursacher nicht die Kosten für ein Ersatzticket aufbrummen. Das hat das Amtsgericht (AG) Menden klargestellt.

HB GARMISCH. Der Fall betraf zwei Paare, die auf dem Weg zum Frankfurter Flughafen in einen leichten Verkehrsunfall verwickelt wurden, deshalb erst um 11 Uhr am Airportschalter ankamen und nicht mehr in das Flugzeug gelassen wurden. Daraufhin zahlten sie die neuen Flugtickets aus eigener Tasche - und bleiben laut AG Menden auf diesen Kosten jetzt sitzen. Der Schaden sei nämlich nicht vom Schutzzweck der Straßenverkehrsordnung umfasst, sondern falle unter das allgemeine Lebensrisiko, urteilte der Amtsrichter. So könne etwa auch derjenige, der wegen eines Staus Termine verpasse, die daraus resultierenden Schäden nicht ersetzt verlangen.

Aktenzeichen: AG Menden, Az.: 4 C 53/05

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