Gericht befürchtet ruinösen Wettbewerb: Architekt darf keine Dumpingpreise machen

Gericht befürchtet ruinösen Wettbewerb
Architekt darf keine Dumpingpreise machen

Die zwischen einem Architekten und dem Bauherrn vereinbarte Kombination von Pauschal- und Erfolgshonorar ist unwirksam, wenn dadurch die Mindestsätze der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) unterschritten werden.

HB/crz GARMISCH. Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) Köln kann der Architekt dann zumindest das gesetzliche Mindesthonorar verlangen. Ansonsten stünde die in der HOAI verankerte Honorarstruktur völlig zur Disposition, was mit dem Zweck der Verordnung, einen ruinösen Preiswettbewerb unter den Architekten zu vermeiden, nicht zu vereinbaren wäre.

Dem Interesse des Bauherrn an einer ökonomischen Bauweise könne ebenso gut durch die Vereinbarung eines Kostenlimits Rechnung getragen werden, meinten die Kölner Richter, die dem Architekten in dem konkreten Fall einen Nachschlag in Höhe von 9 000 Euro zugestanden.

OLG Köln, Az.: 11 U 53/04

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