Gericht: Fußballer muss zahlen
Blutgrätsche kostet Schadenersatz

Fußballer müssen im Fall übertriebener Härte wie zum Beispiel einer "Blutgrätsche" Schadenersatz leisten. Dies teilte das Oberlandesgericht (OLG) Hamm am Mittwoch mit.

HB HAMM. Im entschiedenen Fall war ein Spieler im März 2003 während der Begegnung zweier Amateur- Mannschaften aus dem Ruhrgebiet in das Bein eines Gegners gegrätscht, ohne den Ball zu spielen. Das Urteil des Landgerichts Bochum, Arzt- und Krankenhauskosten von mehr als 6000 Euro zu ersetzen, sei jetzt rechtskräftig (Az.: 34 U 81/05).

Der Fußballer habe zunächst Berufung eingelegt, berichtete das OLG kurz vor dem Start der neuen Saison der Fußball-Bundesliga. Nach einem rechtlichen Hinweis des OLG habe er seine Berufung jedoch zurückgenommen.

Nach Einschätzung des zuständigen OLG-Spezialsenats nehmen Sportler bei Sportarten mit nicht unerheblichem Gefahrenpotenzial grundsätzlich Verletzungen in Kauf, die auch bei regelgerechtem Spiel nicht zu vermeiden sind. Bei geringfügigen Regelverstößen, etwa bei übereifrigem Einsatz, scheide damit eine Haftung regelmäßig aus. Wenn allerdings die gebotene Härte und damit die Grenze zur Unfairness überschritten werde, bestehe eine Haftung auf Schadenersatz.

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