Gericht: Händler muss sorgfältiger sein
Microsoft gewinnt Streit um gefälschte Software

Händler, die unautorisierte OEM-Versionen des PC-Programms "Microsoft Office Professionell" verbreiten, müssen dem Unternehmen für jeden nachgewiesenen Verkauf Schadensersatz leisten.

HB/crz GARMISCH. Allerdings richtet sich die Höhe nicht nach dem Preis für die wesentlich teurere Einzelplatzversion, sondern maßgeblich soll der Vergleichspreis für eine legale OEM-Version sein. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf entschieden.

Zwar ist der Weiterverkauf von OEM-Versionen, also Software, die wegen besonderer Verträge mit PC-Herstellern auf dem Computer vorinstalliert ist, nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zulässig. Das gebe den Händlern aber keinen Freibrief, auch Fälschungen in Umlauf zu bringen, betonten die Düsseldorfer Richter.

Vielmehr treffe sie eine besondere Pflicht, die Software auf mögliche Plagiate zu untersuchen.

AZ: OLG Düsseldorf, Az.: 20 U 126/04

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