Gericht: Kunde muss Verlust sofort melden
Bei gestohlener Kreditkarte haftet Bank nicht

Kreditkarteninhaber müssen auf ihre Karte auch dann aufpassen, wenn sie diese längere Zeit nicht benutzen.

HB/crz GARMISCH. Fällt einem Bankkunden erst nach 14 Tagen auf, dass sich die Karte nicht mehr in seinem Portemonnaie befindet, zahlt er die Zeche, die der Dieb in der Zwischenzeit mit dem Plastikgeld verursacht hat. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts (AG) Frankfurt am Main hervor.

Im Urteilsfall kam der Karteninhaber von einer 14-tägigen Reise nach Hause und entdeckte, dass seine Kreditkarte weg war. Dies meldete er der Bank, die die Karte sperren ließ. Das böse Erwachen kam aber erst noch - in Form der Monatsabbuchung von über 3 200 Euro vom Girokonto des Kunden. Doch weil er angeblich nur für die ersten beiden Positionen auf dem Kontoauszug selbst mit der Kreditkarte gezahlt hatte, verlangte der Kunde von der Bank die Rückzahlung. Begründung: Während des Urlaubs habe er den Verlust der Karte nicht bemerkt, weil die wesentlichen Ausgaben von Freunden übernommen worden seien und er die Kreditkarte deshalb gar nicht eingesetzt habe.

Vor Gericht kam er damit nicht durch. Dem Kunden sei schon der Beweis misslungen, dass die Karte von einem unbekannten Dritten verwendet worden sei. Zudem war das Gericht der Auffassung, dass zur sorgfältigen Aufbewahrung einer Kreditkarte auch gehört, dass der Kunde jederzeit weiß, wo sich seine Karte befindet. Wenn diese nicht gerade im häuslichen Safe verwahrt, sondern auf einer Urlaubsreise mitgeführt werde, müsse sich der Kreditkarteninhaber bei Nichtbenutzung der Karte in kurzen Abständen vergewissern, dass sie noch vorhanden sei.

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