Gericht sieht darin sachliche Information
Anwalt darf für Mandant Werbung machen

Schreibt ein Anwalt auf eigenem Briefpapier potenzielle Kunden seines Mandanten an, um dessen Dienstleistung publik zu machen, gerät er dadurch nicht in Konflikt mit dem Berufsrecht.

HB/crz GARMISCH. Nach Ansicht des Landgerichts (LG) Hamburg wirbt er damit zwar zugleich für seine Kanzlei - aber nur mittelbar. Einem Anwalt sei es grundsätzlich erlaubt, in sachlicher Form darüber zu informieren, dass er bestimmte Mandate betreue. Der Fall betraf eine Münchener Kanzlei, die für eine Verwertungsgesellschaft für musikalische Urheber Firmen angeschrieben hatte, um auf diese Dienstleistung aufmerksam zu machen.

Darin sahen Hamburger Berufskollegen eine unzulässige Werbung. Nicht so das LG. Die Grenze sei erst überschritten, wenn sich ein Anwalt in die Werbung seines Klienten einspannen lasse, um mit der Autorität des Anwaltstitels die Werbebotschaft zu untermauern.

AZ: LG Hamburg, Az.: 312 O 801/04

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