Gericht stärkt Gasverbraucher
Gaslieferanten dürfen Hahn nicht zudrehen

Gaslieferanten dürfen ihren Verbrauchern nicht damit drohen, den Gashahn abzudrehen, wenn diese die Zahlung höherer Gaspreise verweigern. Darauf hat das Düsseldorfer Landgericht gestern hingewiesen.

DÜSSELDORF. Zudem müssten die Gasanbieter wegen ihrer Monopolstellung bei Preiserhöhungen ihre Kalkulation offen legen. Nur so könne der Kunde sich vergewissern, ob der höhere Preis gerechtfertigt sei und hingenommen werden müsse.

Eine einstweilige Verfügung in diesem Sinne hatte bereits Anfang November das Amtsgericht Hamburg-Harburg gegen den norddeutschen Gasversorger Eon Hanse erlassen. Eon Hanse hat inzwischen Einblick in seine Kalkulation gewährt.

In Düsseldorf hatte ein Bürger gegen die Stadtwerke Ratingen geklagt. Nachdem er eine Preiserhöhung nicht akzeptiert hatte, drohten ihm die Stadtwerke schriftlich damit, die Zufuhr zu unterbrechen. Dagegen klagte das Mitglied einer Bürgerinitiative. Vor Gericht behaupteten die Vertreter der Stadtwerke dann, die Drohung sei durch einen Computerfehler versandt worden. Ob der Kunde den Preisaufschlag zahlen muss, wird in einem weiteren Verfahren entschieden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%