Gerichtsurteil: Hartes Strafmaß im Aktienoptions-Skandal

Gerichtsurteil
Hartes Strafmaß im Aktienoptions-Skandal

Gregory Reyes, Ex-Chef des IT-Unternehmens Brocade, muss für 21 Monate hinter Gitter. Er ist damit der erste Topmananger, der wegen Geschäften mit rückdatierten Aktienoptionen verurteilt wurde. Das Urteil sorgte im Silicon Valley für einige Unruhe.

ebe. NEW YORK. Der frühere Vorstandschef des amerikanischen IT-Unternehmens Brocade Communications Systems, Gregory Reyes, muss für 21 Monate hinter Gitter. Ein Gericht in San Francisco verkündete gestern das Strafmaß, das auch eine Geldbuße in Höhe von 15 Mill. Dollar gegen den Manager vorsieht.

Reyes ist der erste Topmanager, der im Zusammenhang mit rückdatierten Aktienoptionen verurteilt wurde. Die Geschworenen befanden den 45-jährigen Ex-Chef des Netzwerk- und Datenspezialisten Brocade im Vorjahr in allen zehn Anklagepunkten für schuldig, unter anderem wegen Wertpapierbetrug und Verschwörung.

Die Verurteilung sorgt in der kalifornischen Technologiehochburg Silicon Valley für Unruhe. Dort haben Strafverfolger mit Blick auf unzulässige Vergabepraktiken von Aktienoptionen Untersuchungen bei mehr als 140 Firmen eingeleitet. Dem "Wall Street Journal" zufolge wurden bereits 17 Manager aus acht Firmen belangt.

Die Familie Reyes ist wohlbekannt im Silicon Valley. Einige ihrer Mitglieder bekleiden Führungspositionen in Technologiefirmen. Gregory?s Onkel, George Reyes, war bis zum Jahresende Finanzvorstand bei Google.

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