Geschäfte laufen schlecht
Osram wechselt Vorstandschef aus

Wechsel an der Spitze des Osram-Vorstandes: Der bisherige Vorstandsvorsitzende Wolfgang Dehen scheidet „auf eigenen Wunsch“ aus. Auf ihn folgt Olaf Berlien von der M+W Group. Der Gewinn geht wohl weiter stark zurück.
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München Der Lichttechnikspezialist Osram gibt auch für das kommende Jahr keine Entwarnung. Wegen des laufenden Konzernumbaus und der damit verbundenen Kosten werde im Geschäftsjahr 2015/2016 (Ende September) der Gewinn nach Steuern deutlich zurückgehen, kündigte Osram am Mittwochabend bei der Vorlage vorläufiger Zahlen an. Der Umsatz werde auf vergleichbarer Basis auf dem Vorjahresniveau stagnieren. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Wolfgang Dehen scheidet zudem zum 1. Januar 2015 aus dem Unternehmen aus - „auf eigenen Wunsch und im besten Einvernehmen“, wie es hieß.

Als Nachfolger werde Olaf Berlien die Geschäfte des MDax-Konzerns führen. Der 52-Jährige solle auch die Aufgaben des Technikvorstandes übernehmen. Derzeit ist Berlien noch Chef der M+W Group. Davor arbeitete er unter anderem für ThyssenKrupp, Carl Zeiss und IBM Deutschland.

Osram leidet darunter, dass das traditionelle Geschäft mit Glühbirnen und Leuchtstoffröhren immer schneller schrumpft. Der Konzern reagiert derzeit darauf mit einem drastischen Sparprogramm, dem weltweit 7800 Stellen zum Opfer fallen sollen. Bereits elf Werke wurden bis Ende September geschlossen beziehungsweise verkauft.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 verbuchte Osram einen Umsatzrückgang von drei Prozent auf 5,1 Milliarden Euro. Ohne Währungseffekte und Verkäufe hätte der Konzern ein Wachstum von einem Prozent erzielt. Der Gewinn nach Steuern verbesserte sich auf 193 Millionen Euro, nach 34 Millionen Euro im Vorjahr. Im vierten Quartal zeigte der verschärfte Sparkurs nach Angaben Osrams Wirkung. Nach einem Verlust von 29 Millionen Euro im Vorjahr schrieb Osram in den letzten drei Monaten seines Geschäftsjahres mit plus 12 Millionen Euro wieder schwarze Zahlen.

Die Aktionäre sollen für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 0,90 Euro je Aktie erhalten. Im kommenden Jahr soll sie dann konstant bleiben

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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