Geschäftsberichte
Würth informiert am besten

Nicht börsennotierte Familienunternehmen gelten oftmals als extrem verschwiegen. Nicht so der Schraubenhändler Würth. Das Unternehmen hat nun einen erstmals ausgeschriebenen Preis für Geschäftsberichte gewonnen und damit über 200 Konkurrenten hinter sich gelassen.
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DÜSSELDORF. 184 Seiten dick ist der Geschäftsbericht 2008 des Schraubenhändlers Würth. Für ein nicht börsennotiertes Familienunternehmen ist ein derartiger Umfang ungewöhnlich - gelten viele dieser Firmen doch als extrem verschwiegen. Würth gibt der Öffentlichkeit selbst Betriebsergebnis, Jahresüberschuss und Brutto-Cash-Flow bekannt. Neben der "sauberen Darstellung der wirtschaftlichen Lage" transportiert der Geschäftsbericht zugleich sehr gut den "Geist des Familienunternehmens". So befand es die Jury des erstmals ausgeschriebenen Public-Private-Awards und kürte Würth gestern in Frankfurt zum Sieger.

Mit dem Preis sollen herausragende Geschäftsberichte nicht börsennotierter Familien- und Stiftungsunternehmen ausgezeichnet werden. Initiatoren sind die Kommunikationsagentur Ergo und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PKF Fasselt Schlage Lang und Stolz.

Das Handelsblatt ist Partner der Initiative. 240 Geschäftsberichte großer Familienunternehmen wurden untersucht - von Haniel über Heraeus und Melitta bis Boehringer Ingelheim. Sie mussten sich an einem Katalog mit 70 Kriterien messen: Neben Transparenz gehörten Inhalt, Struktur und Sprache sowie Gestaltung und Nutzerfreundlichkeit dazu.

Die Bandbreite ist groß: Von einem 283-seitigen Werk bis zu dünnen Heftchen reichen die Berichte. Manche sind puristische Finanzberichte, andere wirken wie ein Messestand im Printformat. Viele Firmen verraten nur wenig über ihre Erträge, sie wollen Konkurrenz und Kunden nicht unnötig schlau machen. Andererseits zeigte sich: "Familienunternehmen müssen keine Rücksicht auf Aktienkurse nehmen. Daher wird in ihren Geschäftsberichten und besonders in den Prognosen öfter Klartext geredet", sagt Ergo-Geschäftsführer Andreas Martin.

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