Gestiegene Ausgaben
Deutscher Werbemarkt wieder auf Vorkrisenniveau

Dem Fernseh-Zuschauer wird es nicht entgangen sein: Die Werbepausen dauern wieder länger. Was den einen ärgert, freut die Firmen. Aber die Art der Werbung ändert sich dramatisch. Sie soll den Kunden nicht mehr nerven.
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DüsseldorfDie Zeiten, in denen Unternehmen feste Beziehungen zu ihren Werbeagenturen pflegten, scheinen vorbei zu sein: In diesem Jahr werden so viele Werbeetats neu ausgeschrieben wie lange nicht mehr.

Ikea, Schwäbisch-Hall, Saturn und Media-Markt lassen die Agenturen gegeneinander antreten oder arbeiten schon mit neuen Kreativen. "Viele Unternehmen wachen aus ihrem Dornröschenschlaf auf und merken, dass sie ihre ganze Kommunikationsstrategie ändern müssen", sagt Thomas Strerath, Chef der Agenturgruppe Ogilvy in Deutschland.

Die neue Wechselfreude geht einher mit einem erstarkten deutschen Werbemarkt. Die Ausgaben werden 2011 vermutlich wieder auf dem Vorkrisenniveau von mehr als 30 Milliarden Euro liegen. Der Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW), der gestern seine Bilanz für das vergangene Jahr vorstellte, prognostiziert für das laufende Jahr ein Umsatzplus von 2,4 Prozent.

Bereits 2010 hat sich die Werbewirtschaft, die in der Krise gelitten hatte, deutlich erholt: Die Werbeausgaben kletterten um 2,4 Prozent auf 29,5 Milliarden Euro. Davon entfielen 18,75 Milliarden Euro auf die Einnahmen der Medien. Der Rest wanderte in die Bezahlung der Agenturen sowie in die Produktionskosten der Werbemittel.

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