Giannis Kypri
Bank-of-Cyprus-Chef muss seinen Posten räumen

Der Chef der marktführenden zyprischen Bank Bank of Cyprus, Giannis Kypri, ist laut zyprischen Medieninformationen auf Druck der internationalen Geldgeber entlassen worden. Er war für das operative Geschäft zuständig.
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Nikosia/AthenEs sei Teil der Vereinbarungen mit der Troika aus Europäischer Union (EU), Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF), dass Kypri seinen Platz räumen müsse, berichtete die zyprische Nachrichtenagentur CNA am Mittwoch. Kypri sei daher vom Gouverneur der zyprischen Zentralbank abgesetzt worden. Kypri war bislang Exekutivdirektor der Bank of Cyprus und für das operative Geschäft zuständig.

Die Bank of Cyprus ist die größte Bank Zyperns. Am Dienstag erklärte der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Andreas Artemis, seinen Rücktritt. Dieser wurde vom Aufsichtsrat der Bank jedoch vorerst nicht angenommen. Gemäß der Satzung der Bank erlange ein solcher Rücktritt erst Gültigkeit, wenn er nicht innerhalb von einer Woche zurückgezogen werde, berichtete CNA.

Nach Informationen zyprischer Internetseiten wurde der Rücktritt von Artemis unter anderem durch die Ernennung eines Aufsehers für seine Bank seitens der zyprischen Zentralbank beeinflusst. Artemis sei zudem nicht damit einverstanden, wie die Guthaben der zweitwichtigsten zyprischen Bank, Laiki, unter dem Druck internationaler Geldgeber in die Bank of Cyprus zwangsüberführt werden, hieß es.

Die Umstrukturierung des zyprischen Bankensektors ist eine der Auflagen für ein Milliardenhilfspaket für das Land. Die Euro-Finanzminister hatten in der Nacht zum Montag zugesagt, dem Land mit maximal zehn Milliarden Euro zu helfen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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