Gillette-Chef James Kilts ist Favorit für den Chefsessel
Coca-Cola hat Wunschkandidaten

Die derzeit wichtigste Personalie der US-Wirtschaft steht vor der Entscheidung: Coca-Cola hat anscheinend einen Kandidaten für die Nachfolge von Vorstandschef Douglas Daft. Sein Name: James Kilts. Seine Position: CEO und Chairman beim Rasierer-Riesen Gillette.

NEW YORK.Unter Dach und Fach ist der Wechsel aber noch nicht. Denn Kilts hat vor kurzem erst seinen Vertrag bei Gillette verlängert. Dort hat der 56-Jährige innerhalb weniger Jahre mit neuen Produkten für neuen Schwung gesorgt und die Batterien produzierende Tochter Duracell auf Vordermann gebracht. 2,7 Millionen Dollar Bonus erhielt er dafür vergangenes Jahr. Kein Wunder, dass Gillette seinen Top-Mann nicht ziehen lassen will.

Offen ist außerdem, ob der Familienvater seine Frau und zwei Kinder aus dem betuchten New Yorker Vorort Rye in das nicht ganz so gemütliche Atlanta verpflanzen möchte. Bislang pendelt er jeden Morgen knapp 200 Meilen zur Gillette-Zentrale nach Boston.

Kilts größter Förderer ist der Großinvestor Warren Buffet, dessen Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway sowohl bei Coke als auch bei Gillette größte Anteilseignerin ist. Angeblich hat Buffet auch Kilts ins Gespräch gebracht.

Glaubt man Morgan-Stanley-Analyst Bill Pecoriello, kann man Coke zur Wahl von Kilts beglückwünschen: „Er hat eine der besten Erfolgsbilanzen im gesamten Konsumgütersektor aufzuweisen.“ Kilts war bereits beim Lebensmittelkonzern Nabisco und beim Tabakhersteller Philipp Morris in leitenden Positionen tätig. Er sei deshalb der Wunschkandidat von Coca-Cola, sagt Pecoriello und rechnet in den kommenden 14 Tagen mit einer Entscheidung.

Aus dem Rennen um den Top-Posten bei Coke ist damit wohl Carlos Gutierrez. Der Kellogg-Chef ließ aber ohnehin mitteilen, er sei nicht interessiert. Einziger interner Kandidat ist Coca-Colas Chief Operating Officer, Steven Heyer. Ihm werden jedoch nur Außenseiterchancen eingeräumt.

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