Graf von Krockow
Rätselraten um künftige Spitze der BHF-Bank

Wie das Handelsblatt aus Branchenkreisen erfuhr, läuft der Vertrag von Vorstandssprecher Matthias Graf von Krockow - in Personalunion persönlich haftender Gesellschafter der Mutter Sal. Oppenheim - am 31. Dezember aus. Eine Nachfolgeregelung oder Verlängerung ist auch zwei Wochen vor Jahresende nicht in Sicht.
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FRANKFURT. Der Frankfurter BHF-Bank droht eine Posse um die Besetzung ihres Spitzenpostens. Wie das Handelsblatt aus Branchenkreisen erfuhr, läuft der Vertrag von Vorstandssprecher Matthias Graf von Krockow - in Personalunion persönlich haftender Gesellschafter der Mutter Sal. Oppenheim - am 31. Dezember aus. Eine Nachfolgeregelung oder Verlängerung ist auch zwei Wochen vor Jahresende nicht in Sicht: Auf der heutigen Aufsichtsratssitzung sind Personalthemen nicht auf der Agenda.

Das Tagesgeschäft der BHF ist von der Personalie vermutlich kaum betroffen - drei weitere Vorstände führen die Bank. Dennoch stellt das Auslaufen des Vertrags die Beteiligten vor ein Dilemma. Denn von Krockow gilt als einer der Hauptverantwortlichen für den Beinahe-Kollaps von Sal. Oppenheim. Dort sind seine Tage gezählt.

Zudem prüft die Finanzaufsicht seine Eignung als Bankmanager, so dass eine vorübergehende Verlängerung heikel sein könnte. Rein theoretisch müsste zudem die Deutsche Bank als künftiger Eigentümer von Sal. Oppenheim auch über die BHF-Spitze entscheiden. Doch vor Abschluss der Übernahme 2010 darf sie dies formal nicht tun. Angeblich haben die übrigen BHF-Vorstände mehrfach eine Entscheidung angemahnt - ohne Erfolg.

Die BHF-Bank, Sal. Oppenheim und deren künftiger Eigentümer Deutsche Bank lehnten gestern einen Kommentar ab.

Hans G. Nagl
Hans G. Nagl
Handelsblatt / Senior Financial Correspondent
Oliver Stock
Oliver Stock
Handelsblatt / Stellvertretender Chefredakteur

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