Gremium auf acht Mitglieder aufgestockt
Google-Konzernchef Schmidt zieht in Apple-Verwaltungsrat

Der Konzernchef der weltweit führenden Internet-Suchmaschine Google, Eric Schmidt, ist in den Verwaltungsrat von Apple Computer gewählt worden.

dpa CUPERTINO. Damit entsteht eine sehr enge Verbindung zwischen den innovativen und erfolgreichen amerikanischen Technologiekonzernen, die beide Microsoft als ihren Hauptkonkurrenten im Visier haben. Apple-Chef Steve Jobs gewinnt zudem einen der angesehensten amerikanischen Technologieexperten und -unternehmer als Verbündeten.

„Eric macht offensichtlich einen tollen Job als Google-Chef, und wir blicken seinen Beiträgen als Mitglied des Apple-Verwaltungsrates entgegen“, erklärte Jobs am Dienstag nach Börsenschluss. Google sei wie Apple sehr stark auf Innovation ausgerichtet. Die Erkenntnisse Schmidts und seine Erfahrungen seien in den kommenden Jahren für Apple sehr wichtig.

Für Schmidt ist Apple „eine der Gesellschaften, die er weltweit am meisten bewundert“. Er wolle mit Jobs und dem Apple-Verwaltungsrat zusammenarbeiten, um bei den „erstaunlichen“ Dingen zu helfen, die Apple mache. Apple hat mit seinen neuen Macintosh-PCs, seinen ipod-Musikplayern und dem Online-Musikstore itunes in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte geschäftlich Renaissance erlebt.

An der Wall Street gehen Fachleute davon aus, dass Google Apple möglicherweise beim Einstieg ins Anzeigengeschäft auf den Apple-Web-Sites helfen könnte. Apple könnte seinerseits auf seinen PCs und anderen Geräten Google-Produkte und -Dienstleistungen offerieren.

Jobs hatte vor einiger Zeit das von ihm geführte Filmstudio Pixar an Walt Disney verkauft und sitzt auch im Verwaltungsrat des Medien- und Unterhaltungskonzerns.

Die Wahl Schmidts (51) erhöht die Zahl der Mitglieder des Apple-Aufsichtsgremiums auf acht. Dort sitzen unter anderem auch der frühere US-Vizepräsident Al Gore, Jobs selbst und Arthur D. Levinson, der Chef des Biotech-Giganten Genentech. Levinson gehört gleichzeitig dem Google-Verwaltungsrat an.

Schmidt hatte bereits eine illustre Karriere im Silicon Valley als Chef des Softwareunternehmens Novell und als Technologie-Leiter bei dem Technologiekonzern Sun Microsystems gemacht, ehe er 2001 Google-Konzernchef wurde.

Die Apple-Aktien legten nachbörslich um 0,77 Prozent auf 66,99 Dollar zu. Jobs liegt mit einem vom US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“ auf 4,4 Mrd. Dollar geschätzten Vermögen unter den Reichsten der Welt auf Platz 140, während Schmidt dank des Höhenflugs der Google-Aktien sogar ein Vermögen von 4,8 Mrd. Dollar angehäuft hat und damit Rang 129 einnimmt.

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