Großbritannien
Die Highlander der HBOS

Der Baufinanzierer HBOS ist durch die Finanzkrise in eine schwere Schieflage geraten und flüchtet in die Arme des englischen Konkurrenten Lloyds TSB. Die Schottenbanker Sir Peter Burt und Sir George Mathewson wollen das nicht hinnehmen und kämpfen für Unabhängigkeit.

LONDON. Adel verpflichtet, mögen sich Sir Peter Burt und Sir George Mathewson gedacht haben, als sie jenen Brief abschickten, der am vergangenen Samstag auf dem Schreibtisch von Lord Stevenson, dem Chairman des größten britischen Baufinanzierers HBOS, landete. Die beiden Elder Statesmen der schottischen Finanzszene wollen darin nichts weniger als die Macht bei HBOS übernehmen, Burt als Chairman der Bank mit Sitz in Edinburgh, Mathewson als Vorstandschef. Gemeinsam wollen die beiden ihre patriotische Pflicht tun und die Unabhängigkeit des Immobilienfinazierers verteidigen.

HBOS war durch die Verwerfungen an den Finanzmärkten in eine schwere Vertrauenskrise geraten. Im September sah Vorstandschef Andy Hornby keinen anderen Ausweg mehr, als in die Arme des englischen Konkurrenten Lloyds TSB zu flüchten. Inzwischen sind beide Institute unter den Rettungssschirm der Regierung in London gekrochen. Wenn die Fusion und die Staatshilfen wie geplant über die Bühne gehen, dann wird die Regierung rund 40 Prozent an dem neuen Institut halten.

Doch genau das wollen Mathewson und Burt verhindern. Die beiden Granden der schottischen Finanzszene sind davon überzeugt, dass HBOS auch alleine überleben kann und dazu vielleicht die Hilfe der Regierung braucht, aber ganz bestimmt nicht die von Lloyds TSB. Die Aktionäre der schottischen Bank kämen bei dem geplanten Deal viel zu schlecht weg, ganz zu schweigen von den Tausenden Mitarbeitern, deren Job auf dem Spiel stehe. Das Banker-Duo fordert jetzt eine außerordentliche Hauptversammlung und die Absetzung des Managements.

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