Große Worte sind vom neuen Chef aber nicht zu erwarten
Der König unter den goldenen Bögen

Der neue McDonald’s-Chef Jim Skinner muss die Strategie seiner Vorgänger fortsetzen: Salat statt Hamburger und Fritten.

NEW YORK. McDonald’s-Chef zu sein war zuletzt nicht gerade ein Traumjob. 2002 machte die einstige Gelddruckmaschine erstmals seit 1954 in einem Quartal Verlust. Die Konkurrenten Wendy’s und Burger King drohten den Marktführer zu überrunden.

Und das rot-gelbe Spaß-Image der mit 22 000 Ablegern größten Restaurantkette der Welt drohte ebenfalls unterzugehen, als der Dokumentarfilmer Morgan Spurlock in seinem Selbstversuchfilm „Super Size Me“ nach 30 Tagen, in denen er sich ausschließlich bei McDonald’s ernährte, satte elf Kilo zunahm.

Der Druck schien den Chefs von McDonald’s nicht gut zu bekommen. Jack Greenberg musste weichen – wegen anhaltender Erfolglosigkeit. Ersetzt wurde er von Jim Cantalupo, der seinen Ruhestand unterbrach, um McDonald’s umzukrempeln. Das gelang zunächst auch – bis Cantalupo im April 2004 bei einer McDonald’s Veranstaltung in Florida starb: Herzinfarkt.

Ihm folgte der 44-jährige Australier Charlie Bell, der erste Nicht-Amerikaner im McDonald’s- Chefsessel. Einen Monat nach seinem Aufstieg ereilte ihn und seinen Konzern die Diagnose: Darmkrebs. Am Montagabend trat Bell zurück, nach nur sieben Monaten als McDonald’s-Chef. Sein Nachfolger heißt James Skinner, genannt Jim. Gleichzeitig beförderte McDonald's den bisherigen US-Chef Mike Roberts zur Nummer zwei des Konzerns.

Der 60-jährige Skinner und der 54-jährige Roberts sollen als Führungsteam die von Cantalupo und Bell begonnene Erholung des Burger-Riesen fortsetzen. In den USA hat der Konzern die Wende bereits geschafft: Zwar gelten die Big Macs von McDonald's immer noch als Dickmacher, aber mit kalorienarmen – und margenstarken – Salaten und Hähnchen-Sandwichs nahm der Burgerbrater den Gesundheitskritikern wie Spurlock die Spitze.

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