Gründer der Drogeriekette dm
Götz Werner sieht kein Ende des Wachstums

Auch nach der Pleite des Konkurrenten Schlecker sieht Götz Werner keine Grenzen für das Wachstum seiner Drogeriemarktkette dm. Der Gründer ist außerdem davon überzeugt: Jeder Unternehmer kann von Goethe lernen.
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DüsseldorfDer Gründer und heutige Aufsichtsrat der Drogeriemarktkette dm, Götz Werner, sieht auch nach der Schlecker-Pleite keine Grenzen für das Wachstum seines Unternehmens. „Ein Einzelhandelsunternehmen ist ja prinzipiell nicht kapitalintensiv, wenn der Warenumschlag stimmt. Wenn Sie Ihre Ware schneller verkaufen, als Sie sie bezahlen müssen, können Sie theoretisch unendlich wachsen“, sagte Werner im Interview mit dem Handelsblatt anlässlich des 40. Jubiläums der Unternehmensgründung.

Selbst mehr als 3000 Filialen seien kein Problem. „Dann gliedern wir das Geschäft halt neu. Dann wird das Unternehmen von einem Monolith immer mehr zum Konglomerat“, sagte Werner. Solange das Wachstum auf Veränderung basiere, sei es gesund.

In dem Interview gibt Werner den Lieferanten die Schuld daran, dass das Aus beim Konkurrenten Schlecker so lange dauerte. „Ich habe schon Anfang der neunziger Jahre einen Brief an die Lieferanten geschrieben, dass sie diejenigen sind, die verhindern, dass passiert, was wegen des Geschäftsmodells zwangsläufig war“, sagte Werner.

Schlecker wurde von Industrie und Einkaufsverbund wegen des hohen Umsatzes über Zahlungsziele finanziert. Als Schlecker auf seinen Waren in unattraktiv gewordenen Geschäften sitzen blieb, brach der Konzern zusammen, obwohl er keine Bankschulden hatte.

Die Pleite von Schlecker hat dm rund zehn Prozent zusätzliches Wachstum gegeben. Die Drogeriekette ist neben Deutschland in elf weiteren europäischen Ländern vertreten. Im Geschäftsjahr 2011/12 (per September) betrieb das Unternehmen mit seinen 43.930 Mitarbeitern insgesamt 2.699 Filialen, davon 1. 345 in Deutschland. Der Umsatz stieg um gut elf Prozent auf rund 6,9 Milliarden Euro.

Lesen Sie das vollständige Interview hier.

Sven Afhüppe
Sven Afhüppe
Handelsblatt / Chefredakteur
Martin-Werner Buchenau
Martin-W. Buchenau
Handelsblatt / Korrespondent
Kirsten Ludowig
Kirsten Ludowig
Handelsblatt / Stellvertretende Ressortleiterin Unternehmen & Märkte

Kommentare zu " Gründer der Drogeriekette dm: Götz Werner sieht kein Ende des Wachstums"

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  • Wer gegen das bedingungslose Grundeinkommen plädiert,
    hat sich weitgehend disqualifiziert.

  • Götz Werner ist ein exzellenter Zukunftsvisiönär, Grenzgänger und vorbildlicher Businessman, der weit über den Tellerrand provinzieller Kleinbürgermentalität hinausschauen kann. Es fällt auf, daß eher intelligente Menschen mit echtem Kultur-Background Anhänger seiner Weltsicht werden.

  • Ich fände ein bedingungsloses Grundeinkommen von 1000 € mtl. grossartig. Ich habe Frau und 4 Kinder. Dann könnte ich mich ganz meinen Hobbies widmen.

    Im Mittleren Osten gibt es einige Staaten die mehr, oder minder das bedingungslose Grundeinkommen fr die eigenen Staatsbürger realisiert haben. Dort hat man dann Millionen Arbeits(sklaven) aus Indien, Phillipinen.. für unangenehme Arbeiten beschäftigt.

    Als Vorraussetzung fehlen lediglich grosse, ergiebige Oelvorkommen um das zu bezahlen.

    Vandale

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