Günter Dibbern soll die Kölner Versicherung durch unruhige Zeiten lenken
Ein Graf mit Kumpelqualität

Auf den ersten Blick wirkt er wie ein übrig gebliebener Graf aus Schleswig-Holstein. Günter Dibbern behält selbst, wenn er lächelt, tiefe, senkrechte Furchen im Gesicht. Er hält sich stets ein wenig steif.

DÜSSELDORF. Wenn er sich ganz locker fühlt, hängt er das Jackett lose über die Schultern. Seine Stimme klingt gedämpft, mitunter sogar hohl. Man muss wohl eher seinen Spott als seinen Zorn fürchten.

Der neue Chef der DKV, Europas größter privater Krankenversicherer, kann unnahbar, beinahe arrogant wirken. Doch dieser Eindruck wandelt sich, spätestens wenn der Norddeutsche einen seiner trockenen Witze anbringt. „Das ist hier wie auf der Titanic, da haben die auch bis zum Schluss noch gefeiert“, erzählt er auf einer feucht-fröhlichen Veranstaltung seiner Branche, bei der es unter anderem um die Bedrohung der privaten Krankenversicherer durch die Gesundheitsreform ging.

Dibbern tritt in die Fußstapfen von Jan Boetius, einem visionären gesundheitspolitischen Strategen, der keinen Konflikt mit seinen Branchenkollegen scheute. Sein hoch gewachsener Nachfolger zeigt sich ebenfalls selbstbewusst. „Für den Branchenführer müssen auch unkonventionelle Vorstöße doch selbstverständlich sein“, gibt er sich am Rande seiner Amtseinführung in der Kölner Unternehmenszentrale kämpferisch.

Vorstöße mit Worten liegen ihm auf jeden Fall: Hin und wieder verletzt Dibbern seine Mitmenschen mit seiner Schlagfertigkeit, aber auch sich selbst kann er mit einem Schuss unterkühltem Humor betrachten.

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