Guillaume de Posch
Griechenland lockt Pro-Sieben-Sat-1-Chef

Hellas hat Guillaume de Posch schon in seiner Jugend verzaubert. Der heute 50-Jährige hatte mit Überzeugung Altgriechisch als Fremdsprache gewählt. Die Begeisterung für Griechenland hat den Belgier seitdem nie mehr losgelassen. Künftig kann der scheidende Chef des Münchener Fernsehkonzerns Pro Sieben Sat 1 auch aus beruflichen Gründen nach Griechenland reisen.

DÜSSELDORF. Ab Januar wird er Berater des Athener Medienkonzerns Antenna. "Griechenland ist ein neues Terrain für mich. Neues zu machen hat mich in meiner Karriere immer gereizt", sagte de Posch gestern dem Handelsblatt zu seinen Plänen.

Hierzulande ist Antenna ein Nobody. Das Familienunternehmen der steinreichen Reederdynastie Kyriakou ist die Nummer drei im griechischen Fernsehgeschäft. Außerdem besitzt das Unternehmen Sender in Zypern, verlegt über den eigenen Verlag Daphne zahlreiche Zeitschriften und ist im Musikgeschäft über das wichtige Plattenlabel Heaven Music präsent. Im vergangenen Jahr betrugen die Erlöse 215 Millionen Euro.

Guillaume de Posch soll der Gruppe auf Wunsch des stellvertretenden Konzernchefs Theodore Kyriakou vor allem bei der Expansion auf dem europäischen Markt helfen. Der schwerreiche Antenna-Manager setzt vor allem auf die "lange Erfahrung und das unschätzbare Fachwissen" von de Posch.

Geld für Zukäufe ist nach Angaben aus Unternehmenskreisen ausreichend vorhanden. Schließlich hat Antenna erst im Sommer seine bulgarische Fernsehtochter Nova Televizia an den schwedischen Medienkonzern Modern Times Group für 620 Millionen Euro verkauft. Die Modern Times Group wird von Hans-Holger Albrecht geführt, der auch als Nachfolger von de Posch für den Chefposten bei Pro Sieben Sat 1 genannt wurde. Albrecht ist Sohn des ehemaligen niedersächsischen CDU-Ministerpräsidenten Ernst Albrecht und Bruder von Familienministerin Ursula von der Leyen.

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