G&D setzt auf Gesundheitskarte
Giesecke & Devrient-Chef Berchtold räumt Posten

Willi Berchtold, der Chef von Deutschlands größtem Banknoten- und Chipkartenhersteller Giesecke & Devrient, verlässt zum 31. Oktober überraschend das Unternehmen.

HB MÜNCHEN. „Herr Berchtold geht auf eigenen Wunsch“, sagte ein Sprecher der Gesellschaft am Mittwoch in München. Berchtold, der auch Präsident des IT-Branchenverbandes Bitkom ist, wolle sich neuen Herausforderungen stellen, fügte er hinzu, ohne diese zu benennen. „Bis zur Ernennung eines Nachfolgers werden die Geschäftsführungsmitglieder Walter Schlebusch und Peter Zattler das Unternehmen kommissarisch führen“, hieß es in der Pressemitteilung von Giesecke & Devrient (G&D).

Das Unternehmen stellt die Hälfte der deutschen Euro-Noten her und entwickelte in seinem Haus einen Reisepass mit biometrischen Daten. G&D hatte 2003 bei einem Umsatz von rund 1 Mrd. Euro einen Gewinn von 28,2 Mill. Euro gemacht. Für 2004 hofft G&D auf weitere Großaufträge, unter anderem eine Beteiligung an der für 2006 geplanten elektronischen Gesundheitskarte in Deutschland. Wegen unterschiedlicher Interessen von Krankenkassen, Ärzten und Apothekern sei der für Anfang 2006 geplante Start der neuen Karte allerdings gefährdet, berichtete das „Handelsblatt“ am Mittwoch.

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