Haftpflicht
Teurer Vergleich nach Behandlungsfehler

Nachdem ein Manager aufgrund eines ärztlichen Kunstfehlers ins Koma fiel, verklagten die Anwälte die Haftpflichtversicherung auf hohe Entschädigungen. Im Vergleich musste der Versicherer immerhin die komplette Höchstsumme zubilligen.

Der Eingriff sollte "Gewebevergrößerungen", die starkes Schnarchen und Atemaussetzer auslösten, in der Nase und im Rachen eines Topmanagers beseitigen. Alles verlief nach Plan, nach der OP entfernten die beiden Ärzte die Beatmungsgeräte. Doch kurz darauf bekam der Mann einen Erstickungsanfall, weil die operierten Stellen anschwollen. Erst nach 15 Minuten wurde er wieder mit Sauerstoff versorgt, seither lebt er als Wachkoma-Patient in einem Heim.

Seine Anwälte forderten von der Haftpflicht der Ärzte neun Millionen Euro Schmerzensgeld, Behandlungskosten, Unterhalt für Frau und Kinder sowie Ersatz für den Verdienstausfall. Vor Gericht bestätigten Sachverständige einen "groben Behandlungsfehler", weil der Anästhesist und der HNO-Arzt nicht auf Komplikationen vorbereitet waren. Da sie je nur für 2,5 Millionen Euro versichert waren, akzeptierte die Familie des Managers im Rahmen eines Vergleichs vor dem Landgericht München I eine Entschädigung von fünf Millionen Euro (9 O 3690/01).

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