Haftstrafen für Mutter und Sohn
Renditen von 1 000 Prozent versprochen

Im Prozess um einen Millionenbetrug an Anlegern hat das Coburger Landgericht die 54-jährige Hauptangeklagte am Freitag zu neuneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Ihr 31-jähriger Sohn erhielt vier Jahre und neun Monate Haft.

HB COBURG. Nach fast 60 Verhandlungstagen war das Gericht überzeugt, dass die Angeklagten internationale Anleger um mehrere Millionen Euro betrogen haben. Zwei Mittäter wurden zu zweieinhalb Jahren Gefängnis beziehungsweise zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

Die Frau hatte ihren Geschäftspartnern erzählt, ihr Sohn verfüge in Russland über ein milliardenschweres Vermögen. Sie benötige aber Geld, um dieses Vermögen frei zu bekommen. Den potenziellen Anlegern versprach sie Renditen von bis zu 1 000 Prozent.

Die Staatsanwaltschaft war davon ausgegangen, dass die Anleger um etwa 2,5 Millionen Euro betrogen wurden. Der Vorsitzende Richter hielt in seiner Urteilsbegründung den angerichteten Schaden für noch höher.

Während des über 20-monatigen Verfahrens waren mehr als 100 Zeugen gehört worden. Sie reisten aus Russland, den Niederlanden, der Schweiz, Großbritannien, Italien und den USA an. Auch das amerikanische FBI hatte in dem Fall ermittelt.

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