Hamburger Jurist mit gutem Kontakt zur Union
Ein Deutscher soll Barrosos Image polieren

José Manuel Barroso hatte keinen glücklichen Start in Brüssel. Seit Monaten schlägt dem vor einem Jahr ins Amt gekommenen Präsidenten der EU-Kommission Skepsis, ja Ablehnung entgegen.

HB BRÜSSEL. Die Presse war schnell enttäuscht von dem Portugiesen, der zwar brillant in mehreren Sprachen parlieren kann, aber als Kommunikator dennoch bislang versagt hat. Barroso, so das einhellige Urteil, schafft es nicht, stringente Botschaften zu vermitteln und in schwieriger Zeit Führerschaft zu zeigen.

Am Mittwoch kam aus Barrosos Amtssitz erstmals ein Ich-habe-verstanden-Signal. Der Chef der Brüsseler EU-Behörde berief einen neuen Pressesprecher. Der Deutsche Johannes Laitenberger, bislang Mitglied in Barrosos Führungsstab, hat nun die anspruchsvolle Aufgabe, der Öffentlichkeit die Absichten und Entscheidungen des Kommissionspräsidenten mitzuteilen.

Laitenbergers Vorgängerin, die Französin Françoise Le Bail, war an dieser Herausforderung gescheitert. Statt das segensreiche Wirken ihres Chefs professionell zu vermitteln, lag sie im Dauerclinch mit den EU-Korrespondenten, meistens über Petitessen wie den Zugang der Journalisten zur Kommissionskantine. Barroso selbst igelte sich derweil in seinen Diensträumen im 13. Stockwerk des Berlaymont-Gebäudes ein und nahm die Prügel der Presse hin wie ein waidwunder Hirsch.

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